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Infografiken

Infografiken

Zahlen und Zusammenhänge klar und anschaulich auf den Punkt gebracht - die Infografiken des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) bereiten auch komplexe Sachverhalte so auf, dass sie auf einen Blick erfassbar sind.

Sie können die Infografiken verwenden, wenn das „Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL)“ als Quelle kenntlich gemacht wird. Bei Rückfragen senden Sie uns bitte eine E-Mail an bzl@ble.de.

Weitere Infografiken finden Sie auf unserem Verbraucherportal Landwirtschaft.de.


Ernte 2022

2022 war wiederholt von Frühjahrs und Sommertrockenheit geprägt. Während die Ernteaussichten bei Getreide und Ölsaaten positiv sind, führte die Trockenheit beispielsweise bei Körnermais und Grünland zu herben Einbußen. Das geht aus Zahlen des Ernteberichts des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft hervor.

Wintergetreide profitierten vielerorts von den Niederschlägen im Winter 21/22. So konnten sie Hitze und Trockenheit im Frühsommer trotzen. Die Getreideernte (ohne Körnermais und Corn-Cob-Mix) 2022 in Deutschland wird nach vorläufigen Zahlen rund 39,7 Millionen Tonnen umfassen. Damit liegt die Erntemenge knapp 5 Prozent über der des Vorjahres und 1,5 Prozent über dem Mittel der Jahre 2016 bis 2021.

Mehr darüber

Datenquelle: Erntebericht 2022 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft


Entwicklung der Schweinehaltung in Deutschland

Im Mai 2022 wurden 22,29 Millionen Schweine in Deutschland gehalten. Das ist der niedrigste Wert seit 1990 und allein gegenüber 2020 ein Rückgang um fast 15 Prozent.

Während sinkende Schweinebestände ein neuer Trend sind, geht die Anzahl der schweinehaltenden Betriebe bereits seit Jahrzehnten stark zurück. Aktuell halten 17.900 Betriebe in Deutschland Schweine – gegenüber 2010 ein Rückgang um 46 Prozent.

Im Gegenzug stieg die Zahl der Schweine pro Betrieb an – aktuell auf über 1.200 Tiere; somit ist seit 2010 die durchschnittliche Bestandsgröße um 52 Prozent gewachsen. Nach Jahrzehnten kontinuierlichen Wachstums wurde der Spitzenwert von durchschnittlich 1.278 Schweinen pro Betrieb aus dem Jahr 2020 zuletzt jedoch nicht mehr erreicht.


Wie viel Wirtschaftsdünger wird auf deutschen Äckern und Grünland ausgebracht?

Im Zeitraum März 2019 bis Februar 2020 wurden insgesamt rund 209 Millionen Tonnen Wirtschaftsdünger auf Acker- und Dauergrünland ausgebracht. Der Großteil sind flüssige Wirtschaftsdünger wie Rinder-, Schweine- und sonstige Gülle, Jauche sowie flüssiger Biogas-Gärrest (188 Millionen Tonnen). Ihr Anteil an der gesamten Ausbringungsmenge von Wirtschaftsdüngern betrug rund 90 Prozent. Rund zehn Prozent des Wirtschaftsdüngers wird in fester Form ausgebracht (21 Millionen Tonnen). Dazu zählen Festmist, Geflügeltrockenkot und fester Biogas-Gärrest.
Anmerkung: Flüssige Wirtschaftsdünger wurden mit einem Verhältnis von 1:1 von Kubikmeter in Tonnen umgerechnet.

Hintergrund: Aufbringungstechniken von Düngemitteln. Zum Ausklappen klicken.

Bei der Aufbringung – aber auch bei der Lagerung – harnstoffhaltiger Düngemittel und Wirtschafsdünger entstehen Ammoniak-Emissionen. Hierdurch geht nicht nur Stickstoff verloren, das Ammoniak wirkt auch umweltschädigend. Eine Minderung von Ammoniak-Emissionen kann über emissionsarme Auf- oder Einbringung bzw. eine unverzügliche Einarbeitung der aufgebrachten Düngemittel erreicht werden.

Bereits seit dem 1. Januar 2016 sind daher einige Verfahren zur Breitverteilung von flüssigen Wirtschaftsdüngern, die zu hohen Ammoniak-Emissionen führen, verboten. Mit der Novelle der Düngeverordnung 2017 wurden die entsprechenden Vorgaben zur Aufbringungstechnik verschärft. Dies dient auch der Umsetzung internationaler Verpflichtungen zur Luftreinhaltung.

Die bezüglich Ammoniak emissionsmindernde Wirkung von Verfahren zur Aufbringung von flüssigen und festen Wirtschaftsdüngern ist umso größer, je kürzer und geringer deren Kontakt zur Luft ist. Für flüssige Wirtschaftsdünger kann dies durch eine möglichst geringe Kontaktoberfläche zur Luft (streifenförmig), durch rasches Einbringen in den Boden (Injektionstechniken, einschließlich Schlitztechnik, Aufbringung und Einarbeiten im selben Arbeitsgang) oder einen den Luftaustausch hemmenden Pflanzenbestand (bandförmig im Bestand, Schleppschuh) erreicht werden. Wegen Unterschieden in den Ammoniumgehalten und der Viskosität unterscheidet sich die emissionsmindernde Wirkung der Aufbringungsverfahren bei Rinder- und Schweinegülle.
Auch die Witterung hat großen Einfluss auf die Ammoniak-Emissionen. Durch eine Aufbringung unter kühlen Bedingungen, bei bedecktem Himmel und/oder kurz vor Niederschlägen lassen sich die Emissionen deutlich vermindern. Dies sollte insbesondere dann genutzt werden, wenn keine technischen Möglichkeiten zur Minderung von Ammoniak-Emissionen zur Verfügung stehen, wie z. B. bei der Aufbringung von Festmist auf Grünland oder in Steillagen.

Über die GAK (Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes) wird derzeit noch die Anschaffung emissionsarmer Aufbringtechnik für flüssige Wirtschaftsdünger finanziell bezuschusst. Dies betrifft Injektionsgeräte für Gülle, Gärrückstände, Jauche und Sickersaft mit und ohne Tankwagen, an Tankwagen angebaute Geräte zur Direkteinarbeitung von Wirtschaftsdüngern, wie Grubber, Scheibenegge, Scheibenschlitzgeräte und vergleichbare Techniken, mit und ohne Tankwagen, Schleppschuhverteiler mit und ohne Tankwagen, außerdem Verschlauchungsverfahren. Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Geräte nachweislich dem neuesten Stand der Technik entsprechen, z. B. in einem Testverfahren nach DLG oder VERA erfolgreich geprüft wurden. Für einzelne Techniken, z. B. Schleppschuhtechnik, bestimmte Tankwagen und Selbstfahrzeuge zur Aufbringung von Wirtschaftsdüngern, erfolgt bis 2024 auch eine Förderung aus dem Investitionsprogramm Landwirtschaft.


Weitere Informationen finden Sie in der BZL-Broschüre „Düngeverordnung 2020“.

Datenquelle:Statistisches Bundesamt, Ergebnisse der Landwirtschaftszählung 2020


Stickstoffüberschuss in der Landwirtschaft

Pro Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche ergab sich laut Stickstoff-Gesamtbilanz im Jahr 2020 ein Stickstoffüberschuss von rund 80 Kilogramm. Im Mittel der letzten 5 Jahre (2016-2020) lag der Stickstoffüberschuss bei rund 87 kg pro Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche. Damit ist der Stickstoffüberschuss im Vergleich zum 5-Jahres-Mittel der Jahre 1990-1994 um 25 Prozent gesunken.

Als Zielwert für das Mittel der Jahre 2028-2032 wird laut der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung von 2016 ein Stickstoffüberschuss der Gesamtbilanz von 70 Kilogramm je Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche angestrebt.

Ein wichtiges Instrument zur Reduzierung des Stickstoffüberschusses ist die Düngegesetzgebung. Die aktuelle Düngeverordnung ist am 1. Mai 2020 in Kraft getreten. Zum 1. Januar 2021 wurden auch die neuen Regelungen für die „roten“ Gebiete (mit Nitrat belastete und eutrophierte Gebiete) wirksam. Die Wirkung dieser Gesetzesänderungen können noch nicht statistisch abgebildet werden.
Was die Aktualisierung der Düngeverordnung für die landwirtschaftliche Praxis bedeutet, ist Thema der 2022 neu aufgelegten und inhaltlich ergänzten BZL-Broschüre „Düngeverordnung 2020“.

Beiträge zum Thema Düngung

Datenquelle: Die Stickstoff-Gesamtbilanz wird vom Julius Kühn-Institut in Zusammenarbeit mit der Universität Gießen berechnet und vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft veröffentlicht.
Statistischer Monatsbericht Ausgabe Mai 2022 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (MBT-0111260-0000 Nährstoffbilanz insgesamt von 1990 bis 2020 - in kg N/ha; xlsx-Datei)


Öko-Landbau in Deutschland

Der Öko-Landbau in Deutschland ist weiter gewachsen. Ende des Jahres 2021 wirtschafteten mehr als 36.300 Betriebe auf über 1,8 Millionen Hektar Fläche ökologisch. Dies geht aus den aktuellen Strukturdaten zum ökologischen Landbau in Deutschland hervor, die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bei den Ländern abgefragt werden.

Der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche in Deutschland hat sich seit 2009 von 5,6 Prozent auf 10,9 Prozent im Jahre 2021 fast verdoppelt. Die Fläche verteilt sich auf 36.307 Bio-Betriebe.

Umfassende Informationen rund um den Öko-Landbau finden Sie auf Ökolandbau.de.


Arbeitskräfte in der Landwirtschaft

Im Jahr 2020 arbeiteten 937.900 Personen in der Landwirtschaft. Der größte Anteil der Arbeitskräfte waren Inhaberinnen und Inhaber der landwirtschaftlichen Betriebe sowie ihre Familienangehörigen (zusammen 46 %). Die meisten Familienarbeitskräfte arbeiteten in Teilzeit auf dem Betrieb mit (31 Prozent aller Arbeitskräfte). Knapp ein Viertel der Arbeitskräfte sind ständige Arbeitskräfte. Darunter sind rund 13 Prozent Vollbeschäftigte und 11 Prozent Teilbeschäftigte. Rund 29 Prozent aller Arbeitskräfte in der Landwirtschaft waren Saisonarbeitskräfte.

Mehr Informationen zu Arbeitskräften in der Landwirtschaft finden Sie auf bmel-statistik.de.


Dauergrünland in Deutschland

Zwischen 1991 und 2021 sind die Dauergrünlandflächen in Deutschland zurückgegangen. So wurden 1991 noch 5,33 Millionen Hektar (Mio. ha) bzw. 31,3 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche als Dauergrünland bewirtschaftet. 2021 waren es noch 4,73 Mio. ha bzw. 28,5 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche.
2013 konnte der fortschreitende Rückgang des Dauergrünlandes gestoppt werden. Seit Einführung der „Greening“-Auflagen in diesem Jahr sowie weiterer landesrechtlicher Regelungen einzelner Bundesländer – z.B. Genehmigungspflicht für Umbruch, Umwandlungs- bzw. Pflugverbot für besonders schützenswertes Dauergrünland - ist die Dauergrünlandfläche sowie ihr Anteil an der landwirtschaftlich genutzten Fläche wieder leicht gestiegen.

54,1 Prozent des Dauergrünlandes wurden 2021 als Weiden genutzt. Weitere 40,6 Prozent wurden als Wiesen zur Schnittnutzung bewirtschaftet. 4,9 Prozent des Dauergrünlandes waren ertragsarme Flächen wie Naturschutzflächen oder Hutungen. 0,3 Prozent der Fläche war aus der Erzeugung genommenes Dauergrünland mit Beihilfe- bzw. Prämienanspruch.


Entwicklung der Wolfsterritorien in Deutschland

Wölfe sind zurück in Deutschland. Im Monitoringjahr 2020/2021 wurden in 204 Wolfsterritorien verzeichnet, in 158 davon lebten Wolfsrudel, in 27 Paare und in 19 Einzeltiere. Die Entwicklung der Wolfsterritorien in Deutschland zeigt an, dass die Wolfsbestände weiterwachsen. Dabei sind die Wolfsterritorien regional sehr unterschiedlich verteilt.

Insbesondere Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter sind von den Herausforderungen, die der Umgang mit dem Wolf mit sich bringt, betroffen. Das Bundeszentrum Weidetiere und Wolf trägt dazu bei damit verbundene Konflikte zu mindern.

Zum BZWW

Monitoringmaßnahmen belegen, dass Wölfe anpassungs- und ausbreitungsfähige Wildtiere sind. Ihre Anzahl wird jährlich in Rudeln, Paaren oder Einzeltieren und ihrem Standort gemäß in Wolfsterritorien erfasst. Der jährlichen Erfassung liegt ein deutschlandweites Monitoringsystem zugrunde. Dabei umfasst ein Monitoringjahr den Zeitraum vom 01. Mai eines Jahres bis zum 30. April des Folgejahres, was dem Reproduktionszyklus eines Wolfes entspricht.

Datenquelle: DBBW - Wolfsvorkommen


Hofnachfolge landwirtschaftlicher Einzelunternehmen

2020 gab es insgesamt 228 Tsd. landwirtschaftliche Einzelunternehmen. Bei rund 110 Tsd. davon war die Betriebsleitung über 55 Jahre alt. Die Hofnachfolge war bei der Mehrheit (63 Prozent) unklar. 7 Prozent der Höfe haben eine Nachfolgerin und 30 Prozent einen Nachfolger.

Mehr Informationen zum Thema Hofnachfolge

Datenquelle: Destatis


Warum sind Moore relevant für das Klima?

Damit Moore landwirtschaftlich genutzt werden können, wurden sie großflächig entwässert. Die Folge ist eine massive Freisetzung von Kohlendioxid.

In Deutschland emittieren drainierte Moorböden und der Torfabbau nach Angaben des Umwelt Bundesamtes jährlich rund 53 Millionen Tonnen CO2 Äquivalente in Form von Kohlendioxid, Methan und Lachgas. Die Emissionen aus organischen Böden entsprachen 2019 rund 6,7 Prozent der gesamten nationalen Treibhausgasemissionen. Rund 80 Prozent der Treibhausgas-Emissionen von entwässerten Mooren sind dabei auf die landwirtschaftliche Nutzung zurückzuführen.

Intakte Moore sind durch einen flurnahen Wasserstand gekennzeichnet. Unterhalb der Wasseroberfläche werden torfbildende Pflanzen durch den bestehenden Sauerstoffmangel nicht abgebaut, sondern konserviert. Mit der Zeit entsteht eine Torfschicht, die im Jahr um etwa einen Millimeter wächst und viel Kohlenstoff bindet. Intakte Moore sind meist klimaneutral.

Um Moore beispielsweise für die Land- und Forstwirtschaft nutzbar zu machen, wurden sie entwässert. Der zuvor unter Luftabschluss entstandene Torf kommt mit Sauerstoff in Berührung und wird daraufhin mikrobiell abgebaut. Dadurch wird der im Torf gespeicherte Kohlenstoff als Kohlendioxid freigesetzt, was zu einer Verstärkung des Treibhauseffekts führt.

Durch die Wiedervernässung von Mooren wird der mikrobielle Abbau des Torfs und damit die Freisetzung von Kohlendioxid gestoppt. Die CO2-Sequestrierung ist jedoch erst auf lange Sicht relevant, da sich die Torfschicht nur sehr langsam wiederaufbaut. Ein Überstau der Flächen führt hingegen zu deutlichen Methanemissionen und sollte vermieden werden.
Wiedervernässte Moorstandorte können im Rahmen der Paludikultur weiterhin bewirtschaftet werden, beispielsweise für extensive Beweidung mit geeigneten Rinderrassen oder den Anbau von Pflanzen wie Schilfrohr zur Gewinnung nachwachsender Rohstoffe.


Getreideverwendung 2020/2021

Im Wirtschaftsjahr 2020/21 wurden nach vorläufigen Zahlen rund 42,9 Mio. Tonnen Getreide verbraucht.

Den größten Anteil an der Getreidenutzung hatte die Verfütterung von Getreide mit rund 25 Mio. Tonnen (58,2 Prozent). Weizen, Gerste und Mais sind dabei die wichtigsten Futtergetreide. Rund 8,6 Mio. Tonnen Getreide wurden für die menschliche Ernährung verbraucht (20,1 Prozent). Energetisch wurden 3,8 Mio. Tonnen Getreide verwertet (8,9 Prozent), unter anderem zur Erzeugung von Bioethanol. Weitere 3,2 Mio. Tonnen Getreide wurden industriell genutzt (7,5 Prozent), beispielsweise als Braumalz. 0,9 Mio. Tonnen Getreide wurden als Saatgut verwendet (2,1 Prozent). Die Verluste lagen 2020/21 bei rund 1,4 Mio. Tonnen (3,3 Prozent).

Die Angaben beziehen sich auf den Getreidewert, also das Gewicht des unverarbeiteten Getreides.

Quelle: BLE


Wie viele Menschen ernährt ein Landwirt?

Die Effizienzsteigerungen der Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten sind enorm. Heute kann ein Landwirt 137 Menschen ernähren – fast doppelt so viele wie noch 1990. Seit 1960 hat sich diese Zahl sogar mehr als verachtfacht.

In dieser Summe sind nur die in Deutschland produzierten Nahrungs- und Futtermittel berücksichtigt. Rechnet man auch das Futter hinzu, das deutsche Landwirtinnen und Landwirte aus dem Ausland importieren, um damit ihre Tiere zu füttern, steigt die Zahl der Menschen, die sie mit ihren Erzeugnissen rechnerisch ernähren können, sogar auf 151.


Pachtpreise landwirtschaftlicher Flächen in Deutschland

Sowohl die Pacht- als auch die Kaufpreise für landwirtschaftliche Flächen stiegen zwischen 2010 und 2020 deutlich an.

2020 betrug die durchschnittliche Pacht für einen Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche 329 Euro und war damit 61 Prozent höher als 10 Jahre zuvor. 2010 betrug die Pacht noch 204 Euro. Je nach Nutzungsform unterscheiden sich die Pachtpreise: Für einen Hektar Ackerland mussten Landwirtinnen und Landwirte 2020 durchschnittlich 375 Euro zahlen (2010: 230 Euro; + 63 Prozent). Die durchschnittliche Pacht für Dauergrünland lag bei 198 Euro (2010: 130 Euro; + 52 Prozent).

Die Kaufpreise für landwirtschaftliche Flächen stiegen zwischen 2010 und 2020 noch stärker als die Pachtpreise. 2010 kostete ein Hektar durchschnittlich 11.854 Euro. 2020 musste mehr als das Doppelte (+ 126 Prozent) gezahlt werden: durchschnittlich 26.777 Euro.

Datenquelle: Destatis Fachserie 3 Reihe 2.1.6; Destatis Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke


Zwischenfruchtanbau in der Landwirtschaft

Die eigentlich vegetationslose Zeit mit Zwischen- und Zweitfrüchten zu nutzen, hat viele Vorteile: Sie verbessern den Boden durch verbleibende Pflanzenreste auf dem Acker. Außerdem schützen sie Umwelt und Gewässer, weil durch sie Bodenerosion und Nährstoffaustrag vermindert und Biodiversität erhöht wird.

2019/2020 wurden auf insgesamt 1.974.000 Hektar Ackerland Zwischenfrüchte angebaut. Damit wurden rund 17 Prozent aller Ackerflächen in Deutschland mit Zwischenfrüchten bestellt. Im Vergleich zu 2009/2010 ist die Fläche mit Zwischenfruchtanbau damit um 66 Prozent gestiegen (Anbaufläche 2009/2010 rund 1.189.000 Hektar). Bezogen auf die Anbauflächen wurden 2019/2020 rund 87 Prozent der Zwischenfrüchte zur Gründünung, 10 Prozent als Tierfutter und 2 Prozent zur Energiegewinnung eingesetzt.

Mehr Informationen zum Zwischenfruchtanbau finden Sie in unserer BZL-Broschüre Zwischen- und Zweitfrüchte im Pflanzenbau.

Datenquelle: Destatis - Landwirtschaftliche Betriebe mit Zwischenfruchtanbau


Auszubildende in den Grünen Berufen 2020

Im Jahr 2020 gab es insgesamt 32.469 Auszubildende in den Grünen Berufen – 138 Auszubildende mehr als 2019. Unter allen Auszubildenden in den Grünen Berufen lag der Frauenanteil bei 23,5 Prozent; er ist damit gegenüber dem Vorjahr geringfügig gestiegen.

Gegenüber dem Vorjahr nahm 2020 die Anzahl der Auszubildenden zum Gärtner oder Gärtnerin um 345 zu. Die Auszubildenden zum Landwirt oder Landwirtin nahmen hingegen um 204 ab. Unter den 8.460 Auszubildenden im Beruf Landwirt oder Landwirtin waren 2020 1.569 Frauen. Damit machten die angehenden Landwirtinnen fast ein Fünftel der Auszubildenden aus – ein etwa doppelt so hoher Anteil wie noch vor 15 Jahren.

Zu den „Grünen Berufen“ werden 14 Ausbildungsberufe in der Land- und Ernährungswirtschaft gezählt. Wer mehr zu den Ausbildungen und weiteren Bildungswegen im landwirtschaftlichen Bereich erfahren möchte, findet umfangreiche Informationen auf dem Bildungsserver Agrar des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) unter www.bildungsserveragrar.de . Dort gibt es auch einen Stellenmarkt, Lehrmaterialien und die Ausgaben der BZL-Fachzeitschrift B&B Agrar.

Datenquelle: bmel-statistik.de - Ausbildungsstatistik


Hecken als Klimaschützer

Hecken können dabei helfen, den menschengemachten Klimawandel abzuschwächen. Sie speichern das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre in ihrer Biomasse und sind somit eine Kohlenstoffsenke. Im Boden unter Hecken wird zusätzlicher Kohlenstoff in Form von Humus gebunden. Um die Treibhausgasemissionen, die ein in Deutschland lebender Mensch im Durchschnitt in 10 Jahren verursacht, zu kompensieren, müssten 720 Meter Hecke neu auf Äckern gepflanzt und langfristig erhalten werden.

Datenquelle: Thünen Institut für Agrarklimaschutz


Ökologischer Landbau in Deutschland

Die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Deutschland nimmt zu. Im Jahr 2020 wurden rund 1,70 Millionen Hektar ökologisch bewirtschaftet. Damit lag der Öko-Anteil an landwirtschaftlichen Flächen bei rund 10,3 Prozent. 10 Jahre zuvor wurden 0,99 Millionen Hektar bzw. 5,9 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche ökologisch bewirtschaftet.

Während die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe insgesamt zurückgeht, steigt die Anzahl ökologisch wirtschaftender Betriebe stetig. 2020 gab es rund 35.400 Ökobetriebe. Damit wirtschafteten rund 13,5 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe ökologisch. 10 Jahre zuvor lag der Öko-Anteil noch bei 7,3 Prozent.

Weitere Daten finden Sie auf Ökolandbau.de


Landwirtschaftliche Betriebe mit Einkommenskombinationen in Deutschland

Der Anteil landwirtschaftlicher Betriebe, der neben der landwirtschaftlichen Primärproduktion auf ein weiteres Standbein setzt, ist gestiegen. 2020 erwirtschafteten rund 42 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe Umsätze aus alternativen Einkommensquellen, wie der Forstwirtschaft, der Pensionspferdehaltung oder dem Fremdenverkehr. 2010 lag der Anteil noch bei 31 Prozent.

Die vier häufigsten Einkommenskombinationen (EKK) sind die Forstwirtschaft, die Erzeugung erneuerbarer Energien, das Arbeiten für andere landwirtschaftliche Betriebe sowie die Verarbeitung und Direktvermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse.

Gestiegen ist auch der Anteil der Betriebe mit EKK, die mehr als 50 Prozent des Gesamtumsatzes durch die EKK erwirtschaften: 2020 lag er bei rund 21 Prozent (23,9 Tsd. Betriebe); 10 Jahre zuvor waren es noch rund 13 Prozent (12,4 Tsd. Betriebe).

Datenquelle: Statistisches Bundesamt


Holzeinschlag in Deutschland

Im Jahr 2020 erreichte der Holzeinschlag in Deutschland einen Rekordwert von 80,4 Millionen Kubikmetern. Seit der deutschen Vereinigung war der Holzeinschlag eines Jahres noch nie so hoch wie 2020.

Der Anteil der Holzartengruppe „Fichte, Tanne, Douglasie und sonstiges Nadelholz“ am Gesamtholzeinschlag lag bei 77 Prozent (62,2 Millionen Kubikmetern). Damit setzt sich der seit ein paar Jahren anhaltende Trend eines vermehrten Einschlags dieser Holzartengruppe fort. Dagegen waren die Einschlagsmengen bei Laubhölzern sowie Kiefer und Lärche 2020 rückläufig. Es wurden rund 8,8 Millionen Kubikmeter Buche und sonstiges Laubholz (Anteil am Gesamtholzeinschlag 11 Prozent), 8,0 Millionen Kubikmeter Kiefer und Lärche (10 Prozent) sowie1,4 Millionen Kubikmeter Eiche und Roteiche (2 Prozent) geschlagen.

Der hohe Holzeinschlag im Jahr 2020 ist eine Folge vermehrter Waldschäden durch von Trockenheit und Hitze begünstigten Insektenbefall. Rund 54 Prozent (43,3 Millionen Kubikmeter) des Holzeinschlags 2020 wurde aufgrund von Insektenschäden vorgenommen. Der Anteil des Schadholzeinschlags insgesamt am Gesamtholzeinschlag lag 2020 bei rund 75 Prozent (60,1 Millionen Kubikmeter). Sowohl die Menge des Schadholzeinschlags als auch sein Anteil am Gesamtholzeinschlag waren noch nie so hoch wie im Jahr 2020. Neben Insektenbefall waren Schäden aufgrund von Wind beziehungsweise Sturm Ursache für 13 Prozent (10,2 Millionen Kubikmeter), Trockenheit für 4 Prozent (3,1 Millionen Kubikmeter) und sonstige Schäden für 4 Prozent (3,5 Millionen Kubikmeter) des Schadholzeinschlags.

Mit rund 89 Prozent (53,4 Millionen Kubikmetern) war ein Großteil des Schadholzeinschlags der Holzartengruppe „Fichten, Tanne, Douglasie und sonstiges Nadelholz“ zuzuordnen. Vor allem Fichten werden vom Borkenkäfer befallen, der sich in den letzten Jahren rasant ausbreitete.

Datenquelle: Statistisches Bundesamt, Fachserie 3 Reihe 3.3.1


Eiererzeugung und –versorgung in Deutschland

Im Jahr 2020 wurden in Deutschland nach vorläufigen Zahlen rund 49,2 Millionen Legehennen gehalten. Der Bestand ist, nach einer deutlichen Verkleinerung auf 33,4 Millionen Tiere im Jahr 2010 infolge des Verbots der konventionellen Käfighaltung (Legebatterie), stetig gewachsen.

In Deutschland gehaltene Legehennen legten 2020 durchschnittlich 293 Eier. Insgesamt legten sie 14,4 Milliarden Eier für den Konsum, von denen nach Abzug von Verlusten noch 14,2 Milliarden Eier verwendet werden konnten. Die Konsumeiererzeugung hat mit den seit 2010 wachsenden Legehennenbeständen ebenfalls stetig zugenommen.

Der Pro-Kopf-Verbrauch lag 2020 bei durchschnittlich 239 Eiern. Er ist seit 2000 von 208 Eiern um 31 Eier gestiegen.

Der Selbstversorgungsgrad betrug 2020 rund 71,8 Prozent. Er ist das Verhältnis von verwendbarer Konsumeiererzeugung zum Nahrungsverbrauch. Die Berechnung wurde mit der Veröffentlichung der Bilanz für 2020 geändert. Zuvor bezog sich der Selbstversorgungsgrad auf die Gesamteiererzeugung (Konsumeier + Bruteier).

Datenquelle: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung


Verbleib von Klärschlamm

In Deutschland vielen 2019 rund 1,74 Millionen Tonnen Klärschlammtrockenmasse in der biologischen öffentlichen Abwasserbehandlung an. Aufgrund seines relativ hohen Stickstoff- und Phosphorgehalts wird Klärschlamm als Düngemittel eingesetzt, sofern er nur eine geringe Schadstoffbelastung aufweist. Trotzdem kann es in Böden mit der Zeit zu einer Schadstoffanreicherung kommen, weshalb die Nutzung von Klärschlämmen als Düngemittel mit der Novellierung der Klärschlammverordnung zukünftig stärker eingeschränkt wird.

Die Verwendung von Klärschlämmen in der Landwirtschaft entwickelt sich seit Jahren rückläufig. Ab 2029 dürfen nur noch Klärschlämme von Anlagen mit bis zu 100.000 Einwohnerwerten und am 2032 nur noch bis zu 50.000 Einwohnerwerten als Düngemittel verwendet werden. Klärschlämme mit einem Phosphorgehalt von mindestens 20 Gramm Phosphor ja Kilogramm Trockenmasse müssen dann einer Phosphorrückgewinnung unterzogen werden.

2019 wurden rund 287 Tausend Tonnen Klärschlammtrockenmasse in der Landwirtschaft eingesetzt. Das entspricht rund 17 Prozent des angefallenen Klärschlamms. Weitere 3 Prozent (59 Tausend Tonnen) wurden in landschaftsbaulichen Maßnahmen als Dünger verwertet. Ein Großteil des anfallenden Klärschlamms wird thermisch verwertet, also verbrannt. 2019 wurden 1,3 Millionen Tonnen Klärschlammtrockenmasse verbrannt, das entspricht rund 74 Prozent. Zusammen 101 Tausend Tonnen Klärschlammtrockenmasse wurden 2019 sonstiger stofflicher Verwertung zugeführt oder direkt Entsorgt.

Mehr zum Thema finden Sie in unserem Beitrag Phosphorrecycling: Wie man der Verknappung eines wichtigen Pflanzennährstoffs entgegenwirken kann .

Datenquelle: Statistisches Bundesamt


Anzahl und Größe landwirtschaftlicher Betriebe in Deutschland 2020

Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland ist in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen. Im Jahr 2020 gab es 263.500 landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland. Vor 25 Jahren waren es noch mehr als doppelt so viele. Dieser Trend hat sich zwar verlangsamt, trotzdem ist die Zahl der Betriebe allein in den letzten zehn Jahren um rund 35.600 gesunken.

Auffällig ist, dass sehr große Betriebe von dieser Entwicklung nicht betroffen sind. Ihre Zahl ist sogar gewachsen – besonders stark in der Größenklasse der Betriebe mit einer landwirtschaftlichen Fläche zwischen 200 und 500 Hektar. Derart große Betriebe sind aber noch die Ausnahme.

Knapp 86 Prozent der Höfe in Deutschland bewirtschaften eine Fläche von maximal 100 Hektar. Im Durchschnitt verfügt ein landwirtschaftlicher Betrieb in Deutschland über eine Fläche von rund 63 Hektar.

Datenquelle: Destatis: Landwirtschaftszählung 2020


Auszubildende in den Grünen Berufen 2019

Im Jahr 2019 gab es insgesamt 32.331 Auszubildende in den Grünen Berufen. 13.050 Auszubildende entschieden sich für die Ausbildung zur Gärtnerin bzw. zum Gärtner. Eine Ausbildung zur Landwirtin bzw. zum Landwirt machten 8.664 Azubis und die zur Gartenbaufachwerkerin bzw. zum Gartenbaufachwerker 2.868.

Im Durchschnitt waren 2019 rund 23 Prozent der Auszubilden in den Grünen Berufen weiblich. Auch in den letzten 15 Jahren lag der Frauenanteil relativ konstant bei rund 22-23 Prozent. Besonders hoch war der Frauenanteil 2019 bei den Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschaftern (Frauenanteil 100 Prozent), bei den Pferdewirtinnen und –wirten (87 Prozent) sowie bei den milchwirtschaftlichen Laborantinnen und Laboranten (75 Prozent). In absoluten Zahlen entschieden sich 2019 die meisten Frauen, die sich für eine Ausbildung in einem Grünen Beruf entschieden, für eine Ausbildung zur Gärtnerin, Landwirtin oder Pferdewirtin.

Anmerkung: Aus Gründen der statistischen Geheimhaltung stimmen teilweise die Summe der Angaben zu weiblichen und männlichen Auszubildenden nicht mit der Angabe der Auszubildenden insgesamt überein.

Mehr zum Thema "Frauen in der Landwirtschaft" finden Sie in unserem Artikel Die Rolle der Frauen in der Landwirtschaft.

Datenquelle: bmel-statistik.de - Ausbildungsstatistik


Getreidekäufe der aufnehmenden Hand von der Landwirtschaft

In den Wirtschaftsjahren 2018/2019, 2019/2020 sowie 2020/2021 verlagerten sich die Getreidekäufe der aufnehmenden Hand im Vergleich zu den Vorjahren von August auf Juli. Die Verlagerung der Mengen ist unterschiedlich stark ausgeprägt und hängt mit dem Zeitpunkt der Getreideernte in den jeweiligen Jahren zusammen.

In Deutschland reifte das Getreide in den Wirtschaftsjahren 2018/2019, 2019/2020 sowie 2020/2021 früher als in den Vorjahren ab und konnte somit früher geerntet und verkauft werden. Beispielsweise konnte nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes Winterweizen 2020 im deutschen Mittel am 30. Juli und damit vier Tage früher als im Durchschnitt der Jahre 1992-2019 geerntet werden.

Grund für die frühere Abreife sind die höheren Durchschnittstemperaturen, im Frühjahr und Sommer. Der Temperaturanstieg der in den meisten Fällen zeitgleich mit einem Defizit an Wasser auftritt führt zur Notreife der Kulturen, meist schon bevor Sie ihr Ertragspotential voll ausnutzen können.

Datenquelle: BLE

Weitere Informationen: Deutscher Wetterdienst - Fakten zum Klimawandel: Was die Wissenschaft heute weiß


Erlösanteile der Landwirtschaft an Verbraucherausgaben 2019

Der Anteil der Verkaufserlöse der Landwirtschaft an den Verbraucherausgaben für Nahrungsmittel inländischer Herkunft lag 2019 bei 22,3 Prozent. Der Rest entfällt auf Verarbeitung und Vermarktung der Produkte.

Den größten Erlösanteil erzielten Landwirtinnen und Landwirte bei der Erzeugung von Eiern mit 43,4 Prozent, gefolgt von Milch und Milcherzeugnissen mit 38,8 Prozent, Kartoffeln mit 36,1 Prozent, Rübenzucker mit 30,2 Prozent sowie Fleisch und Fleischwaren mit 21,9 Prozent. Von den betrachteten Produkten haben Brotgetreideerzeugnisse mit 3,9 Prozent den kleinsten Erlösanteil.

Die Erlösanteile der sechs betrachteten Produkte sind seit den 1970ern rückläufig. So lag der Erlösanteil 1970/71 für Brotgetreide bei 19,2 Prozent, für Kartoffeln bei 62,7 Prozent, für Rübenzucker bei 42,1 Prozent, für Fleischwaren bei 44,3 Prozent, bei Milch und Milcherzeugnissen bei 57,2 Prozent und für Eier bei 84,5 Prozent.

Datenquelle: Johann Heinrich von Thünen-Institut


Hektarerträge ausgewählter Ackerkulturen von 1950 bis 2020

Im Jahr 2020 wurden im Durchschnitt 78,9 Dezitonnen Winterweizen, 420,2 Dezitonnen Kartoffeln, 735,0 Dezitonnen Zuckerrüben und 36,8 Dezitonnen Winterraps je Hektar entsprechender Anbaufläche geerntet.

Seit den 1950er Jahren sind die Hektarerträge deutlich gestiegen. Im Vergleich der 10-Jahreszeiträume 1950-1959 und 2011-2020 sind die durchschnittlichen Hektarerträge bei Winterweizen um 165 Prozent, bei Kartoffeln um 95 Prozent, bei Zuckerrüben um 112 Prozent und bei Winterraps um 83 Prozent gestiegen. Gründe für die steigenden Hektarerträge sind unter anderem Fortschritte in der Züchtung, der Düngung, dem Pflanzenschutz und der Landtechnik.


Anbaufläche und Erntemenge von Hülsenfrüchten in Deutschland im Zeitraum 2010 bis 2020

Die Anbauflächen und Erntemengen von Körnerleguminosen sind in den letzten 10 Jahren deutlich gestiegen. Im Vergleich zum Jahr 2010 ist die Anbaufläche von Erbsen (ohne Frischerbsen) um 44 Prozent und die von Ackerbohnen um 265 Prozent gestiegen. Die Anbaufläche von Sojabohnen stieg im Vergleich zum Jahr 2016 um 108 %. Hingegen sank die Anbaufläche von Süßlupinen um 9 Prozent.

Bei den Erntemengen sieht man die gleiche Entwicklung: Die Erntemengen von Erbsen (+ 72 %), Ackerbohnen (+ 371 %) und Sojabohnen (+118 %) nehmen im Vergleich zum Jahr 2010 bzw. bei Sojabohnen 2016 zu, während die Erntemengen von Süßlupinen abnehmen (- 14%).

Datenquelle: Destatis: Feldfrüchte und Grünland - Fachserie 3 Reihe 3.2.1

BZL-Datenzentrum: Interaktive Grafiken zu Anbau, Ertrag und Ernte der Feldfrüchte in Deutschland


Inlandsabsatz von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen in Deutschland

Der Absatz von Pflanzenschutzmittel schwankt vor allem witterungs- und preisbedingt. 2019 lag der Absatz von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen (exklusive inerter Gase) mit rund 27 Tausend Tonnen deutlich unter dem Durchschnitt der letzten 25 Jahre von 31,4 Tausend Tonnen.

Der Absatz von zum Vorratsschutz eingesetzten inerten Gasen wie CO2 lag 2019 bei rund 17,7 Tausend Tonnen. Er hat seit den 1990er Jahren stark zugenommen.

Datenquelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) - Inlandsabsatz und Ausfuhr von Pflanzenschutzmitteln


Verbrauch von Ölkuchen und Schroten als Futter 2018/2019

Im Wirtschaftsjahr 2018/2019 wurden in Deutschland insgesamt 7.701 Tsd. t Ölkuchen und Schrote als Futter verbraucht. Den größten Anteil machten mit 3.575 Tsd. t bzw. 46 % die Raps- und Rübsensamen aus. Danach folgen Sojabohnen mit 3.143 Tsd. t bzw. 41 %, Palmkerne mit 487 Tsd. t bzw. 6 %, Sonnenblumenkerne mit 431 Tsd. t bzw. 6 % und Ölkuchen aus sonstigen Arten mit 65 Tsd. t bzw. 1 %. Der Selbstversorgungsgrad mit Ölkuchen und Schroten lag 2018/2019 bei 23 %.

Datenquelle: Versorgungsbilanz Ölkuchen und Schrote


Rinder- und Schweinehaltung in Deutschland

2019 wurden in Deutschland in 135,8 Tausend Betrieben rund 11,6 Millionen Rinder gehalten. Damit sank im Vergleich zum Jahr 2010 sowohl die Zahl der Betriebe mit Rinderhaltung (-39,2 Tsd. bzw. – 22 %) als auch die der gehaltenen Rinder (-1,1 Mio. bzw. – 8 %).

In 21,2 Tausend Betrieben wurden 2019 rund 26,1 Millionen Schweine gehalten. Auch die Anzahl der schweinehaltenden Betriebe (-11,7 Mio. bzw. -36 %) sowie die Zahl der gehaltenen Schweine (-0,8 Mio. bzw. -3 %) ging im Vergleich zum Jahr 2010 zurück.

Sowohl bei Rindern als auch bei Schweinen nahm die Zahl der Betriebe stärker ab als die der gehaltenen Tiere. Damit steigt die Anzahl der durchschnittlich pro Betrieb gehaltenen Tiere: Bei Rindern steigt die Zahl der durchschnittlich gehaltenen Tiere von 73 auf 86, bei Schweinen von 818 auf 1.229 Tiere.

Datenquelle: Destatis


Landwirtschaftlich genutzte Fläche 2019

Mit 70 Prozent der Fläche war 2019 der Großteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche Ackerland, rund 29 Prozent der Fläche war Dauergrünland. Dauerkulturen wuchsen auf etwa 1 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche.

Destatis: Fachserie 3 Reihe 3.1.2 – 2019 (PDF)


Gefährdete einheimische Nutztierrassen in Deutschland

Von den 77 einheimischen Nutztierrassen der fünf Großtierarten, die dem Tierzuchtrecht unterliegen, sind aktuell 54 Nutztierrassen als gefährdet eingestuft.

Rote Liste einheimischer Nutztierrassen in Deutschland


Biogasanlagen - Anzahl in Deutschland bis 2019

Aktuell gibt es in Deutschland etwa 11-mal so viele Biogasanlagen wie noch vor 20 Jahren.

Fachverband Biogas: Branchenzahlen


Anbaufläche bedeutender Ackerkulturen in Deutschland

Die Anbaufläche von Winterraps ist in 2019 um 28 Prozent gesunken – entgegen dem Trend bei anderen wichtigen Ackerkulturen.

Destatis: Anbauflächen ausgewählter Anbaukulturen im Zeitvergleich


Erzeugung von Fischen in Aquakulturbetrieben in 2018 (in Tonnen)

71 Prozent der Aquakulturbetriebe produzieren in Bayern.

Destatis: Erzeugung in Aquakulturbetrieben - Fachserie 3 Reihe 4.6 - 2018 (xlsx, 784KB, Datei ist nicht barrierefrei)


Einkommen der Haupterwerbsbetriebe nach Betriebsform (brutto)

In den letzten fünf Wirtschaftsjahren erreichten nur die Veredelungsbetriebe ein Einkommen von mehr als 50.000 Euro.

Hier finden Sie den vollständigen Beitrag zum Thema auf praxis-agrar.de.


Entwicklung der Schlachtpreise für Schweine in Deutschland

Seit Anfang des Jahres sind die Schlachtpreise für ein Kilogramm Schweinefleisch um 27 Prozent gestiegen. Ähnlich hoch waren die Preise zuletzt vor 2 Jahren.

Weitere Informationen:

BZL-Datenzentrum: Interaktive Grafiken zu Schlachtpreisen und –mengen in Deutschland

BMEL-Statistik: Schlachtpreise von Schweinen, Rindern und Lämmern


Änderung der deutschen Agrarproduktion bei einem harten und weichen Brexit (in Prozent)

Um 2,65 Prozent würde die Produktion von Schweine- und Geflügelfleisch sinken, wenn es zu einem harten Brexit kommt.

Hier finden Sie das vollständige Interview zum Brexit auf praxis-agrar.de.


Erträge im biologischen und konventionellen Landbau

Die Erträge im biologischen Landbau erreichen bei vielen Kulturen etwa 50 Prozent der Erträge im konventionellen Landbau.


Haltung von Büffeln und Bisons in Deutschland

Auf der Suche nach Nischen setzt die Landwirtschaft vermehrt auf Büffel und Bisons. Ihre Zahl stieg seit 2014 um rund 50 Prozent.


Erntemengen und Hektarerträge von Weizen in Deutschland

66,4 Dezitonnen Weizen pro Hektar wurden 2018 geerntet. Das Niveau liegt damit knapp über dem Dürrejahr 2003.


Erzeugung der bedeutendsten Fischarten in Aquakulturen in Deutschland im Jahr 2017

Mit 6.803 Tonnen war die Regenbogenforelle 2017 die bedeutendste Fischart in der deutschen Aquakultur.


Erntemengen von Erdbeeren nach Anbauverfahren in Deutschland

14,5 Prozent der in  Deutschland geernteten Erdbeeren  wachsen unter hohen Schutzabdeckungen.


Futteraufkommen aus Inlandserzeugung und Einfuhren in Deutschland

96,8 Prozent des Futters für unsere Nutztiere kommt aus Deutschland.