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Letzte Aktualisierung: 21.09.2026
Die Wolfsrisse an Nutztieren haben in Deutschland in den vergangenen zehn Jahren stark zugenommen. Die Anzahl der getöteten, verletzten und vermissten Tiere verfünffachte sich von 737 im Jahr 2015 auf 3.783 im Jahr 2025. Zugleich sank die Anzahl der Risse 2025 gegenüber dem Vorjahr um 517 Tiere. Eine überwiegende Mehrheit der Risse betraf Schafe (3.167), gefolgt von Gehegewild (303), Rindern (166), Ziegen (110) und anderen Tieren wie Pferden und Alpakas (37).
Die höchste Anzahl Nutztierrisse verzeichnete Niedersachsen, wo auch die meisten Wölfe ansässig sind, gefolgt von Brandenburg und Sachsen. Aber auch das Saarland und die Stadtstaaten Bremen und Hamburg meldeten Wolfsrisse, obwohl dort noch keine dauerhaft lebenden Wölfe bekannt sind. Offiziell wurden im vergangenen Jahr 990 Wolfsübergriffe (teils mit mehreren gerissenen Tieren) durch die Bundesländer an die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf gemeldet.
Ein hundertprozentiger Schutz vor Wolfsrissen ist in der Weidetierhaltung nicht möglich – aber ein geeigneter wolfsabweisender Herdenschutzzaun kann Übergriffe reduzieren.
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