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Durch die vermehrte Ausbreitung der Wölfe nehmen Wolfsrisse zu. Die Weidetiere werden bei einem Angriff getötet und verletzt. In Deutschland beliefen sich 2024 die Ausgleichzahlungen für Nutztierübergriffe auf rund 780.400 Euro.
Doch nicht nur der direkte finanzielle Schaden der verletzten oder getöteten Weidetiere zählt. Oft veranlassen Wolfsangriffe die ganze Herde zum Ausbruch, wobei Tiere verloren gehen und es häufig zu Aborten bei (Mutter-)Tieren kommt. Das schmälert das Einkommen der Tierhaltenden für ein ganzes Wirtschaftsjahr.
Die Kosten erhöhen sich zudem durch die medizinische Versorgung der Tiere und die Instandsetzung des Zauns. Oft können Fluchttiere (etwa Pferde) nicht mehr auf den betreffenden Flächen weiden, da sie das Areal mit dem negativen Ereigniss verknüpt haben und vor dem Ort scheuen.
Ein sehr wichtiger und nicht monetär zu bewertender Schaden ist die emotionale Belastung der Weidetierhaltenden. Kleine Hobbyhaltungen und auch professionelle Betriebe erwägen nach einem Wolfsangriff oft, ihre Tierhaltung ganz aufzugeben.
Viele Bundesländer setzen einen Grund- bzw. Mindestschutz voraus, damit Weidetierhaltende im Schadensfall einen finanziellen Ausgleich beantragen können. Die Anforderungen an den Zaun sind in den Bundesländern verschieden und können bei den zuständigen Stellen abgefragt werden.
Nur der finanzielle Schaden kann durch das Bundesland erstattet werden – nach Antragstellung und meist zu 100 Prozent. Die Ausgleichszahlung ist aber eine sogenannte Billigkeitsleistung: Ein Rechtsanspruch besteht nicht.
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