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Letzte Aktualisierung: 03.07.2026
Der Umgang mit dem Wolf ist in Deutschland auf zwei Ebenen geregelt: Der Bund schafft mit Bundesjagd- und Bundesnaturschutzgesetz den rechtlichen Rahmen. Die konkrete Umsetzung – etwa Jagdzeiten, Herdenschutzförderung oder Zuständigkeiten bei auffälligen Tieren – liegt jedoch bei den einzelnen Bundesländern. Deshalb bietet diese Seite sowohl weiterführende Links zu den einzelnen Bundesländern als auch einen gesamtdeutschen Überblick.
Im Monitoringjahr 2024/2025 gab es in Deutschland 276 Wolfsterritorien: 219 Rudel, 43 Paare und 14 Einzeltiere.
Unter der vereinfachten Annahme einer durchschnittlichen Rudelgröße von 7 Individuen (Schätzannahme) entspricht dies folgenden Wolfszahlen:
Stand: 12/2025, Quelle: DBBW
Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 3.783 Nutztierrisse bei 990 Übergriffen gezählt:
Stand: 2026, Quelle: DBBW
Der Umgang mit Rissen und Schäden ist in den Bundesländern unterschiedlich geregelt. Allgemein gilt:
Die Bundesländer versuchen, den finanziellen Schaden der Wolfsübergriffe aus Haushaltsmitteln auszugleichen. Der Ausgleich ist allerdings eine Billigkeitsleistung, auf die die Weidetierhaltenden keinen Rechtsanspruch haben.
Als Voraussetzungen für einen Ausgleich müssen bestimmte Bedingungen im Schadensfall und oft auch ein bestimmter Herdenschutz vorliegen. Diese Voraussetzungen sind je nach Bundesland unterschiedlich.
Im Jahr 2025 beliefen sich die Entschädigungen bundesweit auf 747.249 Euro für 990 Übergriffe.
Quelle: DBBW
Die Entnahme von Wölfen ist in den einzelnen Bundesländern bisher unterschiedlich geregelt.
Mit der Aufnahme des Wolfs in Bundesjagdgesetz (2. April 2026) können die Bundesländer die Landesjagdgesetze anpassen und Managementpläne zur Bestandsregulierung aufstellen.
Bereits entnommene Wölfe:
Die Förderung von Herdenschutzmaßnahmen wird durch die Bundesländer geregelt und durch die Bundesregierung unterstützt.
Alle Bundesländer fördern Herdenschutzmaßnahmen für Schafe und Ziegen, manche auch für andere Weidetierarten.
Förderbare Herdenschutzmaßnahmen sind wolfsabweisende Zäune sowie Herdenschutzhunde. Unterstützt werden jeweils Anschaffung und/oder laufende Betriebsausgaben.
Die Voraussetzungen für eine Förderung sind in den Bundesländern unterschiedlich. Weitere Informationen finden Sie auf unseren Seiten zum Wolfsmanagement in den einzelnen Bundesländern.
2025 wurden bundesweit ca. 17.156.798 Euro als Präventionsförderung ausgezahlt.
Quelle: DBBW
Das Monitoring (also die Beobachtung der Wolfsbestände) ist Aufgabe der Bundesländer. Geschulte Personen etwa aus Jagd, Forstverwaltung und Wissenschaft tragen zum Wolfsmonitoring bei.
Gesammelt, aufbereitet und veröffentlicht werden die erhobenen Zahlen von der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW).
Zahlen nur für Weidetiere liegen nicht vor. Daher folgen Gesamtzahlen für Nutztierarten, die typischerweise auf der Weide gehalten werden.
Quellen: 1 Statistisches Bundesamt (Destatis) (verschiedene Erhebungen); 2 Pferdesport in Deutschland, 2019; 3 Landwirtschaftliche Wildhaltung Mitte-West e. V.
Der Erhaltungszustand wird für jede biogeografische Region eines Landes gemeldet. Grob entfallen in Deutschland rund drei Viertel auf die kontinentale Region, knapp ein Viertel auf die atlantische Region und etwa 1 Prozent auf die alpine Region.
Quellen: https://www.eea.europa.eu/en/analysis/maps-and-charts/biogeographical-regions-in-europe-2, https://www.bfn.de/daten-und-fakten/biogeografische-regionen-und-naturraeumliche-haupteinheiten-deutschlands
Deutschland hat 2025 für die Jahre 2019 bis 2024 in der atlantischen und kontinentalen biogeografischen Region einen günstigen Erhaltungszustand für den Wolf gemeldet.
Viermal im Jahr aktuelle Infos zu Weidetierhaltung, Herdenschutz und Wolf.
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