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Entnahme

Wenn Wölfe Schäden verursachen, können die geschützten Wildtiere unter bestimmten Bedingungen entnommen werden. Das BZWW beschreibt die Voraussetzungen und den Ablauf von Entnahmen.

Logo Bundeszentrum Weidetiere und Wolf

Was ist die Entnahme schadstiftender Wölfe?

Wenn Wölfe Herdenschutzmaßnahmen überwinden, können sie rechtssicher entnommen werden. Schadstiftende Wölfe sind Raubtiere, die Weidetiere angreifen, verletzen und töten. 

Im neuen Bundesjagdgesetz soll geregelt werden, dass dies in einem Radius von nicht mehr als 20 Kilometern um den festgestellten Schaden und nicht länger als sechs Wochen nach dem festgestellten Schaden gilt.

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Welche Rechtsgrundlagen gelten für die Entnahme von Wölfen?

Der Wolf wird 2026 in das Bundesjagdgesetz (BJagdG) aufgenommen. Durch die Gesetzesänderung können die Länder in Regionen mit hoher Wolfsdichte und günstigem Erhaltungszustand ein Bestandsmanagement einführen. Wo Wölfe Herdenschutzmaßnahmen überwinden, können sie rechtssicher entnommen werden. In Gebieten, in denen präventiver Herdenschutz unzumutbar ist – etwa in Teilen der alpinen Region –, ist eine Entnahme zur Vermeidung von Weidetierrissen ebenfalls möglich.

Die einzelnen deutschen Bundesländer erlassen jeweils eigene Rechtsvorschriften für die Entnahme schadstiftender Wölfe. Grundlage dafür ist das Bundesjagdgesetz.

Das BMLEH erklärt:

Haben Wölfe Herdenschutzmaßnahmen überwunden und Weidetiere verletzt oder getötet, ist eine leichtere, rechtssichere Entnahme der Wölfe, unabhängig vom Erhaltungszustand, möglich.

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Welche Personen dürfen Wölfe erlegen?

Die Jagd auf die geschützte Tierart Wolf bleibt streng reguliert und an klare Voraussetzungen gebunden. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass die Jagd „regulär“ nur erfolgen darf, wenn und soweit dies in einem revierübergreifender Managementplan der zuständigen Behörde vorgesehen ist. Ergänzend hierzu soll – als Ausnahmefall – die Jagd auf einen Schadwolf erfolgen, wenn

  •    ein Schaden auf Weidetiere aufgetreten ist und
  •    eine von der zuständigen Behörde oder vom Land bestellte sachverständige Person für Wolfsrisse bestätigt, dass der Schaden von einem Wolf verursacht wurde und trotz zumutbarer Herdenschutzmaßnahmen eingetreten ist.

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, darf ausschließlich die jeweils jagdausübungsberechtigte Person den betreffenden Wolf innerhalb eines definierten räumlichen und zeitlichen Rahmens bejagen. Eine zusätzliche behördliche Einzelgenehmigung ist in diesen Fällen nicht erforderlich.
 

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Weitere Arten von Herdenschutz

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Kein Zaun bietet absoluten Schutz. Dennoch können Herdenschutzzäune eine wirksame Barriere bilden und die Wahrscheinlichkeit verringern, dass Wölfe Weidetiere reißen. Das BZWW beschreibt, wie wolfsabweisende Zäune funktionieren.

Elektrischer Herdenschutzzaun

Herdenschutzhunde

Herdenschutzhunde verstärken die wolfsabweisende Wirkung von Herdenschutzzäunen. Doch die Arbeit mit Herdenschutzhunden ist komplex. Das BZWW erklärt, worauf beim Herdenschutz mit Hunden zu achten ist.

Dunkler Herdenschutzhund hinter Elektronetzzaun

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