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Wolfsmanagement in Europa

In Europa ist der Wolf ein geschütztes Wildtier. Das BZWW beschreibt die europäischen Grundlagen des Wolfsmanagements.

Logo Bundeszentrum Weidetiere und Wolf

Wozu vergleicht das BZWW das Wolfsmanagement in europäischen Ländern?

Österreich: Kühe vor der Ladizalm im Karwedelgebirge, Tirol
Quelle: Reinhard Hölzl/imageBROKER via Getty Images

Das BZWW unterstützt Weidetierhaltende dabei, ihre Tiere vor dem Wolf zu schützen. Dabei können Vergleiche mit Nachbarländern helfen, nützliches Wissen zu vermitteln.

Das BZWW schaut deshalb über den Tellerrand. Wir vernetzen uns mit den zuständigen Stellen in anderen Ländern, um einen Wissenstransfer zu ermöglichen. Die Ergebnisse dieses Austauschs veröffentlichen wir in unseren Länder-Überblicken.

In den einzelnen Ländern gibt es unterschiedliche gesetzliche, topografische sowie finanzielle und organisatorische Voraussetzungen und Strategien im Umgang mit dem Wolf. Deshalb ist es eine komplexe Aufgabe, Erfolge und Misserfolge des Herdenschutzes zu vergleichen.

Gleichzeitig ermöglicht diese Vielfalt, voneinander zu lernen: Was funktioniert in anderen Ländern gut und was weniger gut? Wo nehmen Nutztierübergriffe ab? Wo erhalten die Weidetierhaltenden die beste Unterstützung?

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Länder-Überblicke: Wie organisieren die Länder in Europa ihr Wolfsmanagement?

Die folgenden Zusammenfassungen bieten interessante Einblicke, wie die unterschiedlichen Länder in Europa mit dem Spannungsfeld Weidetiere und Wolf umgehen.

Das BZWW erarbeitet aktuell weitere Überblicke und veröffentlicht sie nach Fertigstellung.

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Wie viele Wölfe gibt es in Europa?

PopulationStaatenPopulationsgröße (2017 bis 2022/2023)Tendenz
Skandinavische PopulationNorwegen, Schweden520wachsend
Karelische PopulationFinnland310wachsend
Baltische PopulationEstland, Lettland, Litauen, Polencirca 3.000wachsend
Mitteleuropäische PopulationDeutschland, Polen, Niederland, Dänemark, Belgien, Luxemburg, Österreich, Tschechische Republikcirca 3.000wachsend
Karpatische PopulationSlowakei, Tschechische Republik, Polen, Rumänien, Ungarn, Serbiencirca 4.000unbekannt
Dinariden-Balkan-PopulationSlowenien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Nordmazedonien, Albanien, Serbien, Kosovo, Griechenland, Bulgariencirca 4.700wachsend
AlpenpopulationItalien, Frankreich, Schweiz, Österreich, Slowenien, Deutschlandcirca 2.000wachsend
Population der Italienischen HalbinselItalien2.557wachsend
Iberische PopulationSpanien, Portugalcirca 2.400stabil
Population der Sierra MorenaSpanien0ausgestorben

 

Quelle: Large Carnivore Initiative for Europe (LCIE)

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Welche Rechtsgrundlagen gelten für das Wolfsmanagement in Europa?

Wolfsrudel
Quelle: Raimund Linke/Photodisc via Getty Images

Die Berner Konvention legt fest: „Wölfe haben, wie alle anderen Wildtiere, ein Recht, als wildlebende Tiere zu existieren.“ Gemäß Berner Konvention muss der Umgang mit geschützten Arten sicherstellen, dass „die Populationen in ihrem Bestand nicht gefährdet werden“. Das bedeutet, dass die geschützten Arten nicht aussterben dürfen.

Diese Rechtsvorschrift stammt von 1979. Amtlich heißt sie Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume. 

Es handelt sich um einen völkerrechtlichen Vertrag des Europarates. Die Berner Konvention gilt in 46 europäischen und 4 afrikanischen Staaten. Auch die Europäische Union (EU) als internationale Organisation ist Mitglied der Berner Konvention. Sie hat die Berner Konvention in ihrer Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie für alle EU-Mitgliedstaaten festgeschrieben.

Alle Mitglieder der Berner Konvention (darunter alle europäischen Länder außer San Marino) müssen diese Vorschriften einhalten. Sie können also ihr Wolfsmanagement nicht frei gestalten, sondern müssen damit im Rahmen der Berner Konvention bleiben.

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