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(Stand: 2018, 2020, 2021)
Eine schwedische Besonderheit ist, dass Schafe den Winter über oft im Stall gehalten werden.
Im Winter 2024/2025 wurden innerhalb Schwedens 34 Wolfsrudel gezählt, dazu 2 an der norwegisch-schwedischen Grenze.
Auf dieser Grundlage schätzt man, dass es in Schweden 355 Wölfe gibt.
Im Kalenderjahr 2024 dokumentierte das Wildschadenszentrum (SLU-Viltskadecenter) 87 Wolfsübergriffe auf Nutztiere. Insgesamt waren davon 483 Nutztiere betroffen (getötet, verletzt oder vermisst).
Die Provinzverwaltungen (Länsstyrelserna) zählen die Wolfsbestände und melden sie an die Umweltschutzbehörde. Es gibt ein Koordinationszentrum, das Berichte verfasst, sowie ein DNA-Labor.
Die Wölfe in Schweden und Norwegen bilden eine gemeinsame grenzüberschreitende skandinavische Wolfspopulation.
Die Besichtigung und Dokumentation erfolgt durch Behördenpersonal, teilweise mit ausgebildeten Spürhunden.
Die finanzielle Entschädigung ist je nach Verwaltungseinheit unterschiedlich. Meist werden getötete Tiere mit bis zu 100 % finanziell entschädigt. Auch Schäden an Gebäuden sowie Reparaturen können bezahlt werden. Gab es eine Förderung für Zäune, müssen diese bestimmte Anforderungen erfüllen. Nach mehreren Übergriffen auf die gleiche Herde müssen Präventionsmaßnahmen erfolgt oder beantragt sein, damit ein finanzieller Ausgleich erfolgt.
Zuständig sind die 21 Provinzverwaltungen (Länsstyrelserna).
Gefördert werden:
Auch nach einem Übergriff ist finanzielle Unterstützung möglich: für Notfallmaßnahmen und für den Aufwand durch Maßnahmen, die weitere Übergriffe verhindern sollen. Schaf- und Ziegenherden in Wolfsgebieten haben Vorrang.
Die schwedische Umweltschutzbehörde delegiert die Lizenzjagd von Wölfen an die Provinzverwaltungen (Länsstyrelserna).
Zwischen 2016 und 2022 wurden jährlich bis zu 46 Wölfe entnommen.
Über mehrere Jahre fochten verschiedene Organisationen die Lizenzjagden auf Wölfe vor Berufungsgerichten an. Die Lizenzjagd auf Wölfe hat eine heftige Debatte ausgelöst, aber die Akzeptanz für die Wolfsjagd ist groß.
Es gibt verschiedene Arten einer letalen Entnahme von Wölfen:
Der Erhaltungszustand wird für jede biogeografische Region eines Landes gemeldet. Schweden hat vor allem Anteile an der borealen, aber auch an der alpinen und kontinentalen Region.
Schweden berichtete 2025 an die EU einen Referenzwert (FRP) von 170 Wölfen als günstigen Erhaltungszustand.
Hinweis: Die EU-Kommission hat den gemeldeten FRP von 170 im Art-17-Reporting 2025 fachlich kritisiert und um Überarbeitung gebeten (DG ENV, 07.11.2025, Ref. ENV.D.3/KDR).
Viermal im Jahr aktuelle Infos zu Weidetierhaltung, Herdenschutz und Wolf.
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