Wir verwenden Cookies, um Ihnen die optimale Nutzung unserer Webseite zu ermöglichen. Es werden für den Betrieb der Seite nur notwendige Cookies gesetzt. Details in unserer Datenschutzerklärung.
Hier beginnt der Hauptinhalt dieser Seite
Im Jahr 2025 erzeugten in Deutschland rund 1.900 Aquakulturbetriebe 16.600 Tonnen Fisch. Damit setzt sich der Trend der letzten Jahre fort: Sowohl die Anzahl der Betriebe als auch ihre Produktionsmenge gehen zurück. Im Vergleich zu 2020 sank die Zahl der Aquakulturbetriebe um 349. Die Produktionsmenge ging im Vergleich zum Durchschnitt der vorigen fünf Jahre um rund 1.100 Tonnen oder 6,3 Prozent zurück.
Der wichtigste Fisch aus deutscher Aquakultur ist weiterhin die Regenbogenforelle: 2025 wurden rund 5.200 Tonnen erzeugt. Auf Rang zwei befindet sich der Karpfen mit einer Produktionsmenge von 4.200 Tonnen. Weitere bedeutende Speisefische aus deutscher Aquakultur sind die Lachsforelle mit 2.200 Tonnen, der Elsässer Saibling mit 1.600 Tonnen, der Europäische Aal mit 1.200 Tonnen sowie die Bachforelle mit 600 Tonnen.
Während die genannten Fischarten mit einer Ausnahme in mehreren Hundert Betrieben gehalten werden, gab es 2025 in Deutschland nur zwölf Betriebe, die auf die Mast von Aalen spezialisiert waren. Eine Besonderheit beim Europäischen Aal ist, dass die Farmen auf den Fang von jungen Glasaalen angewiesen sind, da eine Reproduktion in Gefangenschaft nicht möglich ist. Die Aquakultur entlastet die natürlichen Bestände des vom Aussterben bedrohten Europäischen Aals daher nicht.
Muscheln, Rogen, Kaviar, Krebstiere und Algen – auch diese Produkte gibt es aus deutscher Aquakultur. Die Muschelernte unterliegt natürlichen Schwankungen und lag 2025 mit 22.600 Tonnen deutlich über dem Durchschnitt der vorigen fünf Jahre mit 14.100 Tonnen. Nur 10 Betriebe erzeugten 2025 in Deutschland Muscheln in Aquakultur.
Die anderen deutschen Aquakultur-Erzeugnisse sind Nischenprodukte: 2025 wurden 113 Tonnen Rogen und Kaviar, rund 29 Tonnen Krebstiere sowie 22 Tonnen Algen und sonstige aquatische Organismen produziert.
Quelle: Statistisches Bundesamt. Erhebung über die Erzeugung in Aquakulturbetrieben. Code: 41362; Statistisches Bundesamt. Pressemeldung Nr. 188 vom 5. Juni 2026