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Im Bereich des Atemschutzes wird im Pflanzenschutz zwischen Partikelfiltern und Gas- oder Kombinationsfiltern unterschieden. Die Wahl des Atemschutzes richtet sich nach der Art des Präparats, der Applikationsmethode und den Wirkstoffeigenschaften.
Für staubförmige oder pulverförmige Präparate, beispielsweise wasserlösliche Pulver oder Granulate, kommen Partikelfilter nach EN 149 zum Einsatz. Es werden FFP2- oder FFP3-Filter empfohlen, wobei FFP3 die höchste Filterleistung gegen luftgetragene Partikel bietet. Diese Filterklasse schützt zuverlässig vor feinen Stäuben, Aerosolen und Tröpfchen, die beim Abmessen, Mischen oder Umfüllen freigesetzt werden können.
Bei flüchtigen Substanzen oder Präparaten, die Lösungsmittel enthalten, sind Gas- oder Kombinationsfilter nach EN 14387 erforderlich. Die Filterauswahl richtet sich nach dem chemischen Gefahrenprofil des Wirkstoffs. Es gibt vier verschiedene Filtertypen:
In vielen Fällen sind Kombinationsfilter (zum Beispiel A2P3 oder ABEK-P3) notwendig, um gleichzeitig Partikel und Gase zu filtern.
Die Wahl der Maskenart hängt außerdem vom Gefährdungsgrad und der Expositionsdauer ab. Halbmasken nach EN 140 eignen sich für viele Feldarbeiten, bei denen nur eine begrenzte Exposition zu erwarten ist. Vollmasken nach EN 136 hingegen bieten zusätzlichen Schutz für Augen und Gesicht und kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn eine hohe Exposition, Arbeiten in geschlossenen Räumen oder der Umgang mit stark reizenden Stoffen gegeben ist. Atemschutzgeräte können nur dann ihre volle Schutzwirkung entfalten, wenn sie korrekt sitzen und luftdicht abschließen. Eine Passformprüfung (Fit-Test) sollte regelmäßig durchgeführt werden, insbesondere, wenn sich Gesichtsform oder Bartwuchs ändern.
Filter müssen regelmäßig gewechselt werden, spätestens, wenn ein Geruch wahrgenommen wird, sich der Atemwiderstand erhöht oder das vom Hersteller angegebene Ablaufdatum erreicht ist. Zu beachten ist, dass Partikelfilter nicht durchfeuchtet werden dürfen, da dies ihre Filterleistung drastisch reduziert. Außerdem sind bereits genutzte Gasfilter zwischen Nutzungen in luftdicht verschlossenen Behältern zu lagern, um eine Sättigung durch Umgebungsdämpfe zu vermeiden.