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Moderne Pflanzenschutzgeräte verfügen über zahlreiche technische Sicherheitsmerkmale, die darauf abzielen, Gesundheitsschutz, Umweltschutz und Arbeitssicherheit bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln deutlich zu verbessern. Diese Merkmale tragen dazu bei, die Belastung für den Anwendende zu minimieren und die Ausbringung so verlustfrei und gezielt wie möglich zu gestalten.
Ein zentrales Element ist die Wahl der richtigen Düsen. Besonders bewährt haben sich Injektordüsen, bei denen Luft in die Spritzflüssigkeit eingesaugt wird. Diese Technik erzeugt grobe Tropfen, die weniger windanfällig sind und dadurch die Abdrift deutlich reduzieren bei gleichzeitig hoher biologischer Wirksamkeit. Injektordüsen gelten heute als Standardtechnik, insbesondere bei Abdriftminderungsauflagen.
Ein weiteres wichtiges Sicherheitsmerkmal ist der Einsatz von geschlossenen Befüllsystemen (Closed Transfer Systems, CTS). Diese Systeme ermöglichen das Einfüllen von Pflanzenschutzmitteln in den Gerätetank, ohne dass der Anwendende mit dem unverdünnten Produkt in Kontakt kommt. Das Risiko von Hautkontakt, Einatmen oder Verschütten wird dadurch drastisch gesenkt. Zusätzlich erleichtern moderne Geräte die interne Reinigung (zum Beispiel mit Spülvorrichtungen), was sowohl die Sicherheit bei Nachfolgearbeiten als auch die Reinigungseffizienz erhöht.
Zu den Sicherheitsmerkmalen zählt ebenfalls ein technisch einwandfreier Zustand des Geräts. Dazu zählen dicht schließende Ventile, robuste Schläuche und Kupplungen sowie regelmäßig geprüfte Pumpen und Dichtungen. Dadurch lassen sich Leckagen vermeiden. Schon kleine Undichtigkeiten können zu erheblichen Belastungen für Umwelt und Gesundheit führen, etwa durch Tropfen auf Wegen oder an Kleidung haftende Wirkstoffe.
Auch der Umgang mit Restmengen ist ein wichtiger Aspekt der technischen Sicherheit. Geräte sollten so konstruiert sein, dass möglichst wenig Restflüssigkeit im Tank verbleibt, dass verbleibende Reste gezielt und sicher entsorgt oder ausgebracht werden können und dass Spülwasser nicht unkontrolliert in die Umwelt gelangt. Innovative Lösungen wie Restmengenrückführung, integrierte Reinigungsdüsen oder Zweikreissysteme tragen dazu bei, Pflanzenschutzmittelreste zu vermeiden oder korrekt weiterzuverarbeiten.