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Tier

Rinderrassen vorgestellt: Vom Alleskönner zum Spezialisten

Das BZL stellt hier die in Deutschland zahlenmäßig bedeutendsten Rassen sowie einige Rassen mit rassetypischen Besonderheiten vor.

Mittelgroßes- bis großrahmiges Limousin-Rind stehen auf der Weide

Quelle: Michael Gunther

Vor mehr als 8.000 Jahren begannen die Menschen in Anatolien und auf dem südlichen Balkan Rinder zu halten. Ursprünglich wurde das Rind als Zugtier genutzt, das auch Milch, Fleisch und Häute lieferte. Mit der Mechanisierung in der Landwirtschaft Mitte des 20. Jahrhunderts waren Zugtiere nicht mehr erforderlich und die Mutterkuhhaltung hielt in Deutschland Einzug.

Heute steht die Erzeugung von Milch und Fleisch im Vordergrund. Von den 27 Prozent des deutschen Landwirtschafts-Produktionswertes entfallen 19 Prozent auf Milchvieh (mit wenigen Rassen), und 8 Prozent auf Nutz- und Schlachtvieh. Etwa 15 Prozent der Kühe werden in großer Rassenvielfalt in der Mutterkuhhaltung genutzt. Leichte, robuste Rassen werden in der Landschaftspflege eingesetzt. Durch nationale und internationale Anstrengungen wird versucht, die Vielfalt der alten, regionalen Rinderrassen zu erhalten, die vom Aussterben bedroht sind.

In Deutschland gab es im Mai 2017 laut Statistischem Bundesamt knapp 12,4 Millionen Rinder. Etwa 47 Prozent zählen zur Rasse Deutsche Holsteins (schwarz- und rotbunt), 29 Prozent zum Fleckvieh, die restlichen rund 24 Prozent sind Rinder sonstiger Milch-, Zweitnutzungs- und Fleischrassen sowie Kreuzungen.