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Tier

Imkerei als Beruf

Imker

Quelle: BLE - Thomas Stephan

Der überwiegende Teil der Imkerinnen und Imker betreibt die Imkerei als Hobby oder im Nebenerwerb. Es gibt allerdings auch einige unter ihnen, die die Bienenhaltung im Hauptberuf ausüben. 

Ausbildung zum Tierwirt

Grundlage ist eine Ausbildung zur Tierwirtin bzw. zum Tierwirt, Schwerpunkt Bienenhaltung. Die Ausbildung dauert drei Jahre und umfasst im Wesentlichen die folgenden Grundlagen:

  • Völkerführung und Bienengesundheit: Anatomie und Physiologie der Biene, Aufbau von Jungvölkern, Behandlung von Bienenvölkern, Krankheiten (wie Faulbrut oder Varroamilbe) behandeln, Hygiene und Krankheitsvorbeugung, Bienenwanderung, Schwarmverhalten.
  • Zucht: Pflege des Drohnenbestandes, Königinnenzucht und -aufzucht, Zuchtbuchführung, Kenntnisse verschiedener Rassen und Zuchtlinien.
  • Betriebsmittel: Pflege und Herstellung, Werkstatt- und Reinigungsarbeiten, Bau verschiedener Beuten.
  • Bienenweide: Naturschutz und Bestäubung.
  • Bienenprodukte: Gewinnung, Veredlung und Vermarktung. 

Lehrgang für Bestäubungsimker

Erwerbsimkerinnen und -imker können zudem versuchen, sich als Bestäubungsdienstleister für Landwirte und Saatzuchtunternehmen ein neues Standbein aufzubauen. In einem speziellen Lehrgang wird die gesamte Breite des Bestäubungsmanagements gelehrt, zum Beispiel:

  • wie Bienenvölker vorzubereiten und aufzustellen sind,
  • wie und wann die Völker in der Kultur verteilt werden sollten,
  • welcher Bestäubungszeitraum am effektivsten ist,
  • welche Kulturen geeignet sind,
  • wie sich auch bei ungünstiger Witterung eine gute Bestäubungsleistung erzielen lässt,
  • welche Dichte das Bienenvolk haben sollte und
  • wie die Bestäubungsrate optimiert werden kann.  Nach erfolgreichem Abschluss erhält die Imkerin bzw. der Imker den Sachkundenachweis Bestäubungsimker. 

Gute imkerliche Praxis

Nicht nur Berufs-, sondern auch Hobbyimkerinnen und -imker sollten sich in Imkerschulungen und -fortbildungen Grundkenntnisse über die gute imkerliche Praxis aneignen. Hier lernen sie die Bedürfnisse eines Bienenvolkes sowie Mangelerscheinungen und Bienenkrankheiten zu erkennen, sie richtig einzuschätzen und eventuell zu behandeln. Weiterhin finden Imkerinnen und Imker hier Kontakte zu Gleichgesinnten und können sich austauschen. Laut dem Institut für Bienenkunde in Celle werden im Grundkurs zur guten imkerlichen Praxis die folgenden Inhalte vermittelt:

  • Richtiges Verhalten am Bienenvolk,
  • Grundkenntnisse zur Biologie der Honigbiene,
  • Erkennen geeigneter Standorte für die Aufstellung von Bienenvölkern,
  • richtige Bewertung der Trachtsituation und des Ernährungszustandes der Völker,
  • Führung der Bienenvölker durch das ganze Bienenjahr,
  • Beurteilung von Entwicklung, Stärke, Gesundheitszustand des Bienenvolkes und Durchführung sachgerechter Vorbeugungs- und Behandlungsmaßnahmen,
  • erfolgreiche Bekämpfung der Varroatose mit Hilfe eines in die Betriebsweise eingebundenen Plans,
  • sachgerechtes, den gesetzlichen Richtlinien entsprechendes Ernten, Schleudern, Pflegen und marktgerechtes Aufbereiten des Honigs,
  • Durchführung einer gezielten Jungvolkbildung,
  • Beurteilung und Schutz von Waben, Verarbeitung von Altwaben und Herstellung von Wachsblöcken,
  • ordnungsgemäßes Wandern eines Bienenvolkes,
  • sachgerechte Reinigung von Geräten und Einrichtungen sowie
  • Erkennen und Beachtung der notwendigen Maßnahmen zum Unfall- und Arbeitsschutz.