Wissenschaftler der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) und des TFZ untersuchen gemeinsam mit dem Bundesverband Bioenergie (BBE), wie die Marktdurchdringung klimafreundlicher Antriebe in der Landwirtschaft beschleunigt werden kann. Dabei werden Anreizmechanismen entwickelt, um den Übergang zu klimafreundlichen Antrieben in der landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion voranzutreiben
Ein wesentlicher Bestandteil des Projektes TrAkzeptanz ist, reale landwirtschaftliche Betriebe modellhaft auf einen Mix an geeigneten Antriebstechnologien umzustellen. Gleichzeitig soll die Umstellung im Vergleich zum Status Quo in Bezug auf ihre THG-Emissionen und ihre betriebswirtschaftlichen Auswirkungen hin bewertet werden. Und genau hierfür werden interessierte Betriebsleiter gesucht, die dieses Vorhaben unterstützen möchten.
Was kommt auf die Betriebe zu?
Zunächst wird der IST-Zustand des Betriebs erhoben (z. B. Maschinenbestand, Betriebszweige, ggf. bereits vorhandene Anlagen zur Erzeugung von Erneuerbaren Energien) und ein Konzept erstellt, was zu welchem Zeitpunkt auf erneuerbare Antriebsenergien umgestellt werden könnte. Des Weiteren werden auf der Basis dieser hypothetischen Umstellung des Betriebs das THG-Einsparpotential und die damit verbundenen Kosten berechnet. Hierzu soll jeder teilnehmende Betrieb zweimal innerhalb eines Jahres von Mitarbeitern des TFZ und der HSWT besucht werden (einmal zur Datenerfassung und einmal zur Ergebnisbesprechung). Zusätzlich können telefonische Nachfragen bei der Datenerfassung erforderlich sein.
Der Benefit
Jeder teilnehmende Betrieb erhält eine individuelle Beratung hinsichtlich einer Umstellung des vorhandenen Fahrzeugbestands auf erneuerbare Antriebsenergien und Informationen über die daraus zu erwartende THG-Minderungspotenzial sowie die damit in Verbindung stehenden Kosten.
Gesucht werden deutschlandweit bis Ende August 2025:
- engagierte Betriebsleiter, die bzgl. Umstrukturierungen auf ihren Betrieben aufgeschlossen sind und bisher noch keine erneuerbaren Antriebsenergien in ihrem Fuhrpark einsetzen,
- konventionell und ökologisch bewirtschaftete Betriebe mit den Betriebsausrichtungen Marktfruchtbau, GrünlandVeredelung oder Sonderkulturen/Gemüseanbau, gerne auch mit Anlagen zur Erzeugung Erneuerbarer Energien am Hof, zum Beispiel PV, Biogas oder Ölmühle.
Bei Interesse gerne bis spätestens 31. August 2025 beim Bundesweiten Experten-Netzwerk Treibhausgabilanzierung und Klimaschutz in der Landwirtschaft (THeKLa), Tel.: 09421 300-210 melden oder direkt an Josef Witzelsperger, Tel.: 09421 300-115 wenden.