Bundesminister Alois Rainer: „Gesunde Böden sind die Basis und der Motor einer lebenswerten ländlichen Heimat. Humuserhalt und -aufbau sind auch erklärtes Ziel der Bundesregierung. Daher haben wir im Haushalt 2026 laufende Maßnahmen gestärkt und verstetigt. Mir ist dabei wichtig: Bodenschutz und Wirtschaftlichkeit müssen Hand in Hand gehen. Wir können hier nur mit den Landwirtinnen und Landwirten arbeiten, nicht gegen sie. Daher setzen wir auf Freiwilligkeit, Anreize und Honorierung. Mit dem Bundesprogramm Humus haben wir dazu ein besonderes Instrument geschaffen, um erfolgreiche Ansätze in Schulterschluss von Wissenschaft und Praxis zu erarbeiten und innovative Landwirte zu vernetzen. So schaffen wir gesunde Böden und gutes Einkommen für die Landwirtschaft.“ Böden speichern etwa viermal so viel Kohlenstoff wie oberirdische Vegetation und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Gleichzeitig sorgt der Aufbau von Humus für gesunde Böden, die Sicherung von Ernährung, Speicherung von Wasser, den Schutz der Artenvielfalt und damit auch der Anpassung an den Klimawandel.
Die Konferenz „SoilCarbon4Climate: Pathways and solutions for soil carbon in temperate regions“ des BMLEH fand vom 11.-13. September 2025 statt. Im Fokus standen unter anderem Innovationen und Wertschöpfung im ländlichen Raum beim Humusaufbau unter ähnlichen agrarökologischen Bedingungen. Die Tagung wurde vom BMLEH finanziert und gemeinsam mit der internationalen Klima-Boden-Initiative „4 per 1000“ und dem Bundesprogramm Humus organisiert.
Das BMLEH ist einer der größten Förderer der Initiative „4 per 1000“, die in diesem Jahr ihr 10-jähriges Bestehen feiert. Am Eröffnungstag sprachen neben Landwirtschaftsminister Rainer unter anderem Stephane LeFoll, französischer Agrarminister außer Dienst und Präsident von „4 per 1000“, Bernard Magenhann, Acting Director General des EU Joint Research Council (JRC), Houtan Bassiri, Innovative Partnerships and Finance Manager, United Nations Convention to Combat Desertification (UNCCD), Thorunn Wolfram Petursdottir, General Secretary of the FAO Global Soil Partnership (GSP) und Penelope Wensley AC, Governor a. D. von Queensland, Australia.
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