In Feldstudien in der bayerischen Agrarlandschaft wurden verschiedene Biodiversitätsmaßnahmen untersucht. Auf Grundlage der gewonnenen Daten wurde ein Konzept zur Bewertung der Bienenfreundlichkeit von Landschaften entwickelt. Zudem wurde unter Einbeziehung von Bewirtschaftungsdaten der Praxisbetriebe die Bestäuberattraktivität der untersuchten Landschaften modelliert.
Die Ergebnisse zeigen, dass Ökolandbau die Wildbienendichte auf Landschaftsebene signifikant erhöht. Besonders wirksam war dies in Landschaften mit einem Anteil naturnaher Habitate von mehr als 10 Prozent, da diese ausreichend Niststrukturen bieten. Zudem konnten Beikräuter in Raps- und Sonnenblumenfeldern lokal das Vorkommen von Wildbienen erhöhen, ohne Ertragseinbußen zu verursachen. Als besonders effektive Maßnahme erwiesen sich außerdem Aushubflächen als Nisthabitate für bodennistende Wildbienen. Bereits kleine Flächen von etwa 6 m² wurden innerhalb von zwei Jahren erfolgreich besiedelt.
Die Ergebnisse des Projekts wurden zusammengefasst und stehen im Praxisratgeber zur Verfügung.
Das Projekt ist Teil der Vernetzungs- und Transfermaßnahme "Beenovation" zur "Bekanntmachung über die Förderung von Forschungsvorhaben zum Schutz von Bienen und weiteren Bestäuberinsekten in der Agrarlandschaft" des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH).
Hier finden Sie weitere Informationen zur Vernetzungs- und Transfermaßnahme.