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Die BLE auf den DLG-Feldtagen 2026 Ressourcen schonen – Zukunft sichern

Als Fachpartner der diesjährigen DLG-Feldtage präsentiert die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) am Versuchsfeld „VE 31“ Projekte und Wissenswertes zum Thema Ressourcen schonen – Zukunft sichern.

BZL Stand auf den DLG-Feldtagen 2025
Bild: BLE

Im Mittelpunkt stehen Lösungen für die Herausforderungen des Pflanzenbaus: Neben der Schonung natürlicher Ressourcen sind dies Anpassungsstrategien an den Klimawandel, der Erhalt der Biodiversität und die Nutzung digitaler Technologien. In drei DLG-Fachforen geht es um regenerative Bewirtschaftungspraktiken im Zusammenhang mit Schafhaltung, um Strategien zur Schaderregerregulierung im Zuckerrübenanbau sowie um Präzisionsjäten im Gemüsebau. Außerdem laden 20-minütige „Pop-Up Talks“ zu Themen wie ökologischer Landbau und Bio-Siegel, smarter Ackerbau, Zikadenbekämpfung bei Zuckerrüben oder Wassereinsatz im Kartoffelbau ein. Weitere Informationen unter: www.ble.de/feldtage.

Folgende Einzelstände sind an der Gemeinschaftsschau „VE 31“ beteiligt:

  • Um regenerative Bewirtschaftungspraktiken für eine zukunftsfähige Landwirtschaft geht es am Stand des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL). Gäste können sich über Medien rund um die Themen konservierende Bodenbearbeitung, Zwischenfrüchte und Maßnahmen zur Stabilisierung des Wasserhaushalts landwirtschaftlicher Flächen informieren. Ein Quiz und interaktives Spiel laden zum Mitmachen ein. 
  • Das Programm zur Innovationsförderung zeigt, wie effiziente Depotdüngung in Getreide und Mais funktioniert („LiqInject“) und wie wirkungsvolle Unkrautregulierung mit untereinander vernetzten Geräten gelingt („PosiFarm“). Außerdem werden neue Ansätze zur bedarfsgerechten Bewässerung von Kulturpflanzen („PWGram“) sowie zum Schutz von Zuckerrüben gegen wirtschaftlich bedeutende Schaderreger wie die Rübenmotte („RueMoRes“) und die Schilf-Glasflügelzikade („SynCoIn“) präsentiert. 
  • Aus der Ackerbaustrategie stellt am 16. Juni von 13 bis 17 Uhr das Leuchtturmprojekt „Demonstrationsbetriebe Integrierter Pflanzenbau“ (MuD IPB) seine Arbeit der vergangenen Jahre vor, Praxisbetriebe freuen sich auf den Austausch. Zwei weitere Projekte aus der Ackerbaustrategie sind ebenfalls vor Ort: Im Verbundvorhaben „KaRisMa“ wird das interaktive web-basierte Entscheidungshilfetool vorgestellt. Dieses kann lokale Risiken, die durch den Klimawandel entstehen, einordnen und ökonomisch ausgewogene Anpassungsmaßnahmen anbieten. Im Projekt „DeniDrain“ untersuchen Forschende den Nitratabbau in der ungesättigten Sickerwasserzone unterhalb des Wurzelraums (Drainzone). 
  • Am Stand der Digitalisierung zeigen verschiedene Projekte, Zukunftsbetriebe und -regionen ihre Entwicklungen: Hier lernen Besucherinnen und Besucher, wie Künstliche Intelligenz (KI) anhand eines Kartoffelkäferroboters im Pflanzenschutz zum Einsatz kommt oder wie Tools zur Entscheidungshilfe den Pflanzenbau zukunftsfähiger gestalten. Zum Ausprobieren laden VR-Brillen ein, mit denen Unterrichtsinhalte an Praktiker vermittelt werden. Weitere Schwerpunkte sind die Themenfelder energieeffiziente Assistenzsysteme, verbesserte Stickstoffdüngung und Vegetationsmonitoring mit Drohnen. Ein neues Experimentierfeld zu Digitalisierung und KI stellt sich ebenfalls vor: Hier geht es um die Anwendung von Spot-Spraying-Techniken. In der Ausstellung von FARMWISSEN können Gäste die Plattform für den Wissenstransfer von digitalen Technologien und Anwendungen in der Landwirtschaft interaktiv erleben. Zudem präsentiert das Digitalisierungsprojekt „JaetRobi“ an Stand GB66 im Bereich FarmRobotix die neuesten Entwicklungen zur automatischen Unkrautregulierung im Gemüseanbau.
  • Die Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume für die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (DVS) erläutert EIP-Agri (Europäische Innovations-Partnerschaften für Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit): Unter anderem werden neue Mohnsorten im Anbau präsentiert und die Nutzung von Binse als Industrierohstoff von Moorstandorten vorgestellt. Darüber hinaus werden neue Zielwerte für den Ernährungszustand von Pflanzen, Fernerkundung und KI zur optimierten Düngung sowie Beweidungsmöglichkeiten für Ackerflächen gezeigt.
  • Das Kompetenzzentrum Proteine der Zukunft zeigt den Anbau von Körnerleguminosen und anderen Eiweißpflanzen sowie deren Wertschöpfungsketten. Es werden Praxislösungen für den Anbau von Eiweißpflanzen für Ernährung und Fütterung präsentiert. Besucherinnen und Besucher können sich vom Projekt „PLAN-TEIN“ zeigen lassen, wie die Extraktion und Aufkonzentrierung von Proteinen aus dem Erntegut von Amaranth, Chia, Leinsamen, Körnerhanf, Quinoa, Raps und Sonnenblume auf dem Hof gelingt und rentiert. Das Projekt „KleeAss“ zeigt, wie sich mittels Drohne die Stickstofffixierleistung, Bestandsentwicklung, Futterqualitäten, Folgefrüchte und somit auch die Wirtschaftlichkeit verschiedener Ansaatvarianten von Luzernegras bestimmen lassen. 
  • Aus dem Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL) zeigen ein Demonstrationsbetrieb und zwei Forschungsprojekte, wie Ökolandbau in der Praxis funktioniert und was die hohe Qualität von Bio-Produkten ausmacht – Kostproben regionaler Spezialitäten inklusive. Das Projekt „E-Hack“ präsentiert eine innovative motorisierte Gerätetechnik für die mechanische Unkrautbekämpfung im Gartenbau. Im Projekt „TRI3ticum“ wird das Potenzial von Sommer-Spelzgetreide für eine Mehrfachnutzung erforscht, um die Resilienz von Anbausystemen zu steigern.
  • Am Stand des Bio-Siegels gibt es Informationen zur Nutzung des bekannten Sechsecks, zum Kontrollverfahren sowie zur Umstellung und Zertifizierung.