Hier beginnt der Hauptinhalt dieser Seite

MuD „Demonstrationsbetriebe Integrierter Pflanzenbau im Bereich Freilandgemüsebau“ beschieden Etablierung neuer Verfahren für die Praxis

Das Modell- und Demonstrationsvorhaben "Demonstrationsbetriebe Integrierter Pflanzenbau im Bereich Freilandgemüsebau“ (MuD IPB-FG) ist erfolgreich beschieden worden. In dem Vorhaben werden auf Demonstrationsbetrieben neue Verfahren und Vorgehensweisen im Freilandgemüsebau umgesetzt und demonstriert.

Feld mit unterschiedlichen Salatkulturen.
Unterstützung des Feldgemüsebaus auf dem Weg zu einer klima- und umweltfreundlicheren Produktionsweise.
Bild: JackF - stock.adobe.com

Der Freilandgemüsebau steht am Anfang eines Transformationsprozesses, der den Belangen der Gesellschaft und der Umwelt Rechnung tragen soll. Dabei gilt es, die vielfältigen Betriebsstrukturen mit individuellen Bewirtschaftungssystemen zu berücksichtigen und zukunftsfähig zu machen. Das BMLEH möchte auf der Erzeugungsstufe den Feldgemüsebau im Bundesgebiet bei dem Transformationsprozess unterstützen. 

Ziel des Modell- und Demonstrationsvorhabens "Integrierter Pflanzenbau – Freilandgemüsebau" ist es, neue und noch nicht hinreichend in der Praxis etablierte Verfahren und Vorgehensweisen, die Verbesserungen hinsichtlich Klimas und Umwelt im Freilandgemüsebau zur Folge haben, auf Demonstrationsbetrieben umzusetzen und zu demonstrieren. 

Es sollen praxistaugliche Ergebnisse und Erfahrungen auf den Demonstrationsbetrieben gewonnen werden. Über umfassende Wissenstransfermaßnahmen sollen diese gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse in der Praxis verbreitet werden, um auch weitere Gemüsebaubetriebe anzuregen, sich mit den Neuerungen auseinanderzusetzen und ihre bisherigen Maßnahmen ggf. anzupassen.

Für jeden Demonstrationsbetrieb soll ein individuelles Maßnahmenpaket auf Basis der jeweiligen Betriebsstrukturen erarbeitet und realisiert werden. Hierbei sollen auf den Gemüsebaubetrieben Synergien und Zielkonflikte zwischen Maßnahmen aus verschiedenen Bereichen, wie zum Beispiel der Düngung, dem Pflanzenschutz oder der Bewässerung, herausgearbeitet und bei der Praxisumsetzung der Maßnahmen berücksichtigt werden. Die zu den ausgewählten Handlungsbereichen erarbeiteten Verfahren und Maßnahmen sollen vor dem Hintergrund der örtlichen/regionalen Gegebenheiten umgesetzt werden. 

Das Modell- und Demonstrationsvorhaben wird in den vier Gemüsebauregionen Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Brandenburg durchgeführt. Das Julius Kühn-Institut, Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und urbanem Grün (JKI-G) übernimmt die übergeordnete Koordination und Auswertung des Modell- und Demonstrationsvorhaben. Pro Bundesland wird eine Regionalkoordination die jeweils an dem Vorhaben teilnehmenden Demonstrationsbetriebe bei der Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen, Verfahren und Erkenntnisse unterstützen.

Das Vorhaben wird in Zusammenarbeit mit

  • dem Julius Kühn-Institut, Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und urbanem Grün als Gesamtkoordination (FKZ 2825ABS100),
  • der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen als Modellregion Nordrhein-West-(2825ABS110),
  • der Landwirtschaftskammer Niedersachsen als Modellregion Niedersachsen (FKZ 2825ABS120),
  • dem Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg als Modellregion Baden-Württemberg (FKZ 2825ABS130) und 
  • der Agrathaer GmbH (FKZ 2825ABS140) in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (FKZ 2825ABS150) als Modellregion Brandenburg

durchgeführt.

Das Vorhaben beginnt am 01. Mai 2026 und endet zum 30. April 2029.

Weitere Informationen 

Informationen zu weiteren Modell- und Demonstrationsvorhaben des BMLEH finden Sie unter 

Modell- und Demonstrationsvorhaben zur pflanzlichen Erzeugung