Kleinkörnige Leguminosen (KKL) wie Rotklee, Luzerne, Weißklee, Inkarnatklee und viele andere haben sich über Jahrhunderte hinweg als integraler Bestandteil nachhaltiger Fruchtfolgen etabliert. Im Ökolandbau spielen sie eine Schlüsselrolle. Angesichts wachsender Herausforderungen durch den Klimawandel, durch eine sinkende Bodenfruchtbarkeit sowie steigende gesellschaftliche Anforderungen an die Landwirtschaft erfahren sie nun eine erneute Aufwertung.
Kleinkörnige Leguminosen bieten nicht nur vielfältige ökologische Vorteile, sondern eröffnen auch betriebswirtschaftliche Chancen sowohl für ökologisch als auch konventionell, mit oder ohne Tierhaltung, wirtschaftende Betriebe. Sie liefern hochwertiges eiweißreiches Futter und sind auch gut für die Fruchtfolge, indem sie Stickstoff aus der Luft binden, die Bodenfruchtbarkeit steigern, Unkräuter unterdrücken und für mehr Biodiversität sorgen.
Die ganze Bandbreite der Nutzungsmöglichkeiten von kleinkörnigen Leguminosen zeigen drei neue Unterrichtsbausteine:
- Kleinkörnige Leguminosen: Anbau,
- Kleinkörnige Leguminosen für Milchkühe und
- Kleinkörnige Leguminosen vielseitig nutzen.
Außerdem gibt es einen neuen Öko-Unterrichtsbaustein:
Der Unterrichtsbaustein zeigt das große Potenzial von Leguminosen für Acker und Grünland und erläutert die zahlreichen Ökosystemleistungen der unterschiedlichen Kulturen. Gleichzeitig wird deutlich, mit welchen acker- und pflanzenbaulichen Maßnahmen stabil hohe Erträge erzielt werden können, von der richtigen Einbindung in die Fruchtfolge bis zur Sortenwahl.
Zum Hintergrund
Alle Texte und Bilder wurden im Rahmen des Demonstrationsnetzwerkes für kleinkörnige Leguminosen erarbeitet, gefördert durch die Eiweißpflanzenstrategie des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH). Gemeinsam mit dem bereits 2024 erschienenen Grundlagenbaustein Kleinkörnige Leguminosen im Überblick bietet das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) nun ein umfassendes Lehrpaket. Das Material ist ab sofort als Printprodukt sowie zum Download kostenfrei im Medienservice der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) erhältlich.
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