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MuD „Organisation der Wasserbereitstellung für die Bewässerung im Gartenbau“ startet

Das Modell- und Demonstrationsvorhaben „Organisation der Wasserbereitstellung für die Bewässerung im Gartenbau" (MuD WaMaGa) startet am 01. August 2026. In dem Vorhaben soll demonstriert werden, wie auch in Phasen knapper Wasserverfügbarkeit möglichst bedarfsgerecht Wasser zur Verfügung gestellt und verteilt werden kann.

Wasserverfügbarkeit und die effiziente Nutzung der wertvollen Ressource sind wichtige Themen für den gesamten Gartenbau - das MuD richtet den Fokus auf die Sparten Obst und Gemüse.
Bild: ©BLE, Bonn/Foto: Thomas Stephan

Der Gartenbau steht vor einer der größten Herausforderungen der kommenden Jahre: Wie können Obst und Gemüse auch unter zunehmend trockenen Bedingungen zuverlässig produziert werden? Das Modell- und Demonstrationsvorhaben setzt genau hier an und entwickelt praxisnahe Lösungen, um die Wasserversorgung für die Bewässerung im Obst- und Gemüsebau so zu organisieren, dass Betrieben auch in Phasen knapper Wasserverfügbarkeit möglichst bedarfsgerecht Wasser zur Verfügung steht. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Konzepte, die vor allem auch die Zusammenarbeit von Betrieben, Regionen und weiteren Akteuren berücksichtigen. 

Konkrete Maßnahmen

Im Rahmen des Vorhabens sollen auf den Demonstrationsbetrieben der Modellregionen innovative Wassermanagementansätze entstehen oder weiterentwickelt werden. Dazu gehören unter anderem Maßnahmen zur verbesserten Nutzung vorhandener Wasserressourcen, Lösungen zur Speicherung von Wasser sowie eine koordinierte und nachhaltige Bewässerungsplanung

Wissenstransfer

Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse werden systematisch aufbereitet und zielgruppengerecht in die Praxis übertragen. So entstehen Lösungen, die nicht nur einzelne Betriebe stärken, sondern einen wichtigen Beitrag zur Anpassung des Gartenbaus an den Klimawandel leisten können.

Die BZL-Fachkommunikation unterstützt den Wissenstransfer. Geplant sind neben Fachartikel auf der Seite www.praxis-agrar.de auch BZL-Web-Seminare mit spannenden Projekteinblicken. 

Beteiligte Regionen und Institutionen

Das Modell- und Demonstrationsvorhaben wird in verschiedenen Obst- und Gemüsebauregionen im Bundesgebiet (Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg) durchgeführt. Das Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei - Institut für Betriebswirtschaft - übernimmt die übergeordnete Koordination und Auswertung des Modell- und Demonstrationsvorhabens. Pro Modellregion wird eine Regionalkoordination die jeweils an dem Vorhaben teilnehmenden Demonstrationsbetriebe bei der Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen, Verfahren und Erkenntnisse unterstützen.

Das Vorhaben wird in Zusammenarbeit von

  • dem Johann Heinrich von Thünen-Institut Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei (TI), Institut für Betriebswirtschaft als Gesamtkoordination (FKZ 2825ABS200),
  • der LMS Agrarberatung GmbH (FKZ 2825ABS210) in Zusammenarbeit mit 
  • der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei Mecklenburg-Vorpommern Gartenbaukompetenzzentrum als Koordination der Modellregion Mecklenburg-Vorpommern (FKZ 2825ABS220),
  • der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen als Koordination der Modellregion südliches Rheinland (FKZ 2825ABS230) und
  • dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) als Koordination der Modellregion Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg (FKZ 2825ABS240)

durchgeführt.

Die Projektnehmer werden durch assoziierte Partner aus den Bereichen Beratung, Bildung und Forschung sowie durch verschiedene in den Regionen ansässige Interessenorganisationen des Gartenbaus in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen bei der Umsetzung der Maßnahmen und beim Aufbau eines bundesweiten Netzwerks für den Wissenstransfer unterstützt.

Weitere Informationen

Informationen zu vielen weiteren interessanten Modell- und Demonstrationsvorhaben des BMLEH finden Sie hier.