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Japankäfer stoppen Maßnahmen

Der Japankäfer ist sehr gefräßig. Daher ist er eine große Gefahr für Landwirtschaft, Gartenbau, Weinbau und Forst. Nach Europa kam er vermutlich als "blinder Passagier". Das Risiko ist hoch, dass er sich auch in Deutschland weiter verbreitet. Bei der Bekämpfung können nicht nur Fachleute helfen, sondern jeder und jede.

Bei einem Japan-Käfer-Verdacht sollte der zuständige Pflanzenschutzdienst des jeweiligen Bundeslandes verständigt werden.
Bild: Aline Knoblauch, EPSD

In Deutschland ist der Japankäfer bisher nicht etabliert, allerdings wurde im Juli 2025 ein Befallsgebiet in Freiburg und im August 2025 eines in Trebur in Südhessen ausgewiesen. Dort geht man davon aus, dass sich der Käfer angesiedelt und auf sehr niedrigem Niveau vermehrt hat. Sowohl in Baden-Württemberg als auch in Hessen werden nun Maßnahmen zur Ausrottung von den Pflanzenschutzdiensten umgesetzt.

Wahrscheinlich sind die Käfer über den Reise- oder Güterverkehr als "blinder Passagier" eingeschleppt worden. Diese Gefahr besteht auch weiterhin. Außerdem können Eier und Larven zum Beispiel über Erde oder Substrat von getopften Pflanzen in befallsfreie Gebiete gelangen. Auch Rollrasen kann ein Vehikel sein, da der Käfer seine Eier bevorzugt im Rasen ablegt. 

Wie das Einschleppen und Verbreiten des Japankäfers verhindert werden kann

Bei der Bekämpfung können nicht nur Fachleute helfen, sondern jeder und jede. Beim Verdacht auf einen Befall wird gebeten, sich mit dem Pflanzenschutzdienst in Ihrem Bundesland in Verbindung zu setzen. Hier finden Sie die Ansprechpartner in den Bundesländern.

Verdächtige Käfer sollten in einem verschlossenen Gläschen oder Röhrchen gesichert der Behörde zur exakten Bestimmung übergeben werden. Notfalls kann die Bestimmung auch anhand eines guten Fotos erfolgen. Zudem sind das Datum des Fundes sowie der genaue Fundort zu nennen.

Reisende sollten Fahrzeuge und Gepäck auf Käfer kontrollieren, bevor sie aus einem befallenen Gebiet zurückfahren. So gibt es keine "blinden Passagiere".

Wie der Japankäfer zu erkennen ist

Erwachsene Japankäfer sind 8 - 11 Millimeter lang, also in etwa so groß wie eine Kaffeebohne bzw. etwas kleiner als eine 1-Cent-Münze. Sie ähneln dem heimischen und harmlosen Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola).

Das Halsschild des Japankäfers schimmert auffällig goldgrün. An jeder Körperseite befinden sich unterhalb der Flügeldecken, jedoch gut sichtbar, fünf weiße Haarbüschel sowie zusätzlich zwei Büschel am letzten Körpersegment.

Je früher ein Ausbruch des Japankäfers entdeckt wird, umso wahrscheinlicher ist es, dass dieser auch wieder schnell ausgerottet werden kann.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Japankäfer.