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21.03.2019Nutztierhaltung im Spiegel der Gesellschaft

Die landwirtschaftliche Tierhaltung wird in der Öffentlichkeit seit Langem kritisch gesehen. Ziel des Forschungsprojekts "SocialLab" war es, diese Kritik an der Nutztierhaltung besser zu verstehen.

Quelle: © Kai Dollbaum

Die gesellschaftlichen Vorstellungen, wie mit Tieren umzugehen sei, und die moderne landwirtschaftliche Praxis liegen häufig weit auseinander. Doch worauf legen die Verbraucherinnen und Verbraucher besonders viel Wert, welche Erwartungen haben Sie an tierhaltenden Betriebe? Und welche Rolle kann der Handel als Bindeglied zwischen Stall und Teller spielen? Ziel des Forschungsprojekts "SocialLab" war es, Antworten auf diese Fragen zu finden. Am Projekt waren acht Forschungseinrichtungen unter der Leitung des Thünen-Instituts beteiligt. Die Projektergebnisse wurden am 13.3.2019 im Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin vorgestellt.

Mithilfe eines breiten Methodenmix aus Befragungen, Analyse von Einkaufsdaten, Eye-Tracking, aber auch innovativen neuro-wissenschaftlichen Verfahren kamen die Projektpartner zu differenzierten Aussagen hinsichtlich Verbrauchererwartungen und Verbraucherverhalten, zu den Einstellungen der Landwirte und zu den Möglichkeiten des Lebensmitteleinzelhandels.

Zielkonflikte gibt es nicht nur bei den Konsumenten, sondern auch in den landwirtschaftlichen Betrieben. An welchen Stellschrauben sollen Landwirte drehen, ohne an den Verbraucherwünschen vorbei zu produzieren? Und wie viel Mehrkosten können sie sich leisten, wenn unklar ist, ob ihnen diese auch finanziert werden? Gespräche mit Landwirten haben gezeigt, dass Entwicklungen, die ein Mehr an Tierwohl ermöglichen, durchweg begrüßt werden. Allerdings nehmen sie die derzeitigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen dafür als wenig förderlich wahr.

Mehr Infos finden Sie auf der  Website des Thünen-Instituts.