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20.12.2018Die Folgen eines Verbots der Anbindehaltung

Der Bundesrat hat sich für ein Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung ausgesprochen. Was das für die betroffenen Milchviehbetriebe und den Strukturwandel bedeutet, hat das Thünen-Institut ermittelt.

Rinder stehen in einem Anbindestall
Quelle: Christian Mühlhausen - landpixel.de

Auf Basis von Literaturangaben hat das Thünen-Institut die anpassungsbedingten Mehrkosten in Cent pro Kilogramm (ct/kg) Milch berechnet. Demnach würde ein Ausstieg aus der ganzjährigen Anbindehaltung die betroffenen Betriebe zwischen 0,26 und 13,42 ct/kg Milch kosten. Das wirkt sich bei einem Auszahlungspreis der Molkereien von 27,2 ct/kg Milch im Jahr 2016 und 36,6 ct/kg im Jahr 2017 erheblich auf die Rentabilität der Betriebe aus.

Mit verschiedenen Fördermaßnahmen, wie tierbezogenen Weideprämien und einer angepassten Investitionsförderung, könnten negative wirtschaftliche Effekte für die Betriebe reduziert werden.

Schätzungen zufolge werden in Deutschland etwa in 31.500 Betrieben rund 650.000 Kühe in ganzjähriger Anbindehaltung gehalten. Das entspricht einem Anteil von rund 35 Prozent der Milchviehbetriebe und 15 Prozent aller Milchkühe.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Thünen-Instituts.