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20.11.2018Uni Hohenheim: Plädoyer für die Immunokastration

Aus Sicht der Wissenschaft gibt es sie längst: die tierfreundliche Alternative zur betäubungslosen Ferkelkastration – die Immunokastaration. Dennoch wird sie in Deutschland bislang kaum praktiziert.

Ferkel im Stall
Wenn Einzelhandel, Fleischbranche und Verbraucher die Immunokastration akzeptieren, könnte bald Schluss sein mit der betäubungslosen Ferkelkastration. Quelle: Universität Hohenheim, Sacha Dauphin

Obwohl die Immunokastration zugelassen ist und die Tiere schont, tut sich der Markt mit dem Verfahren noch schwer. Um die Akzeptanz zu steigern, untersucht ein Wissenschaftlerteam der Universität Hohenheim sowie sieben Partner-Institutionen aus ganz Europa, wie sich die Methode optimieren lässt. Sie soll wettbewerbsfähiger und umweltfreundlicher werden sowie das Tierwohl bestmöglich berücksichtigen.

Für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Uni Hohenheim ist die Immunokastration schon jetzt die Methode der Wahl. Sie ist bereits seit 15 Jahren zugelassen und beispielsweise in Belgien weit verbreitet. Die Kosten betragen rund 2,50 Euro pro Injektion, und der Landwirt darf sie selbst durchführen. "Eigentlich dient die Methode dem Verbraucherschutz und dem Tierschutz gleichermaßen", erklärt Volker Stefanski, Schweine-Experte an der Universität Hohenheim. Dennoch wird die Immunokastration in Deutschland kaum praktiziert. Den Grund sieht Stefanski vor allem in der mangelhaften Marktakzeptanz, denn Einzelhandel und Schlachtbetriebe lehnen die Produkte bisher meist ab.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Uni Hohenheim.

Die Fachleute an der Universität Hohenheim informieren auch über die verschiedenen Methoden der Ferkelkastration und deren Folgen für Tiere, Landwirte und Verbraucher.