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Service

22.06.2018Astronautennahrung für Kühe

Ein Forscherteam des PIK hat eine Alternative zur herkömmlichen Futtermittelproduktion untersucht: Die landlose Produktion von Mikrobeneiweiß könnte helfen, den weltweiten Bedarf an Ackerland und Treibhausgasemissionen zu senken.

Rinder beim Fressen
Wiederkäuer brauchen auch weiterhin Heu und Gras. Von Bakterieneiweiß allein können sie wahrscheinlich nicht leben. Quelle: ahavelaar - stock.adobe.com

Der Anbau von Soja als Tierfutter führt zu teilweise massiven Umweltproblemen. In Industrieanlagen gezüchtete Mikroben könnten daher laut einer Analyse des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) ein vergleichsweise umweltfreundliches Futter für Rinder, Schweine und Hühner darstellen.

Würden nur zwei Prozent des Viehfutters durch Mikrobeneiweiß ersetzt, könnten demnach rund sechs Prozent der Ackerfläche, sieben Prozent der Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft und acht Prozent der globalen Stickstoffverluste eingespart werden.

Die Forscherinnen und Forscher vermuten außerdem, dass die Mikroben das Wachstum der Tiere und die Milchproduktion verbessern könnten. Als alleinige Lösung für die Landnutzungs- und Umweltproblematik kommen die Proteinzusätze aus Bakterien aber nicht infrage. Wichtiger sei eine Umstellung der menschlichen Ernährung zu mehr Obst und Gemüse. Zudem müsse geklärt werden, in welcher Menge das herkömmliche Futter der Tiere durch das Mikrobeneiweiß ersetzt werden kann.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des PIK.