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03.07.2019Blühende Wildpflanzen statt Mais für die Biogasanlage

Die Akteure des Projekts "Bunte Biomasse" wollen den Anbau von pflanzlicher Biomasse als Substrat für Biogasanlagen enger an den Natur- und Artenschutz koppeln.

Blühende Wildpflanzen
Quelle: Börner/DJV

Die Veolia Stiftung setzt sich gemeinsam mit dem Deutschen Jagdverband und der Deutschen Wildtier Stiftung dafür ein, dass deutschlandweit in den kommenden fünf Jahren 500 Hektar Mais durch ertragreiche, mehrjährige Wildpflanzen für die Biogaserzeugung ersetzt werden. Im Vergleich zu den üblicherweise verwendeten Energiepflanzen, bieten die Wildpflanzenmischungen eine bessere Struktur für brütende Vögel und weisen eine deutlich größere Blütenvielfalt auf. Zusätzlich sorgen die mehrjährigen Wildpflanzen nach der Ernte für einen Bewuchs im Winter und damit für Erosionsschutz und bieten darüber hinaus ein Quartier für Wintergäste und Niederwild.

Die Intervalle der Bodenbearbeitung sind im Wildpflanzenanbau mit fünfjähriger Nutzung im Vergleich zu konventioneller Ackernutzung wesentlich größer. So wird der Acker vom zweiten bis fünften Jahr nur zur Düngung und Ernte befahren. Die Wildpflanzen haben ein hohes Potenzial zur Stickstoffbindung, was den Stickstoffaustrag ins Grundwasser deutlich vermindert. Außerdem sind keine Pflanzenschutzmittel erforderlich. Was die Biomasseerträge angeht, gibt es zwischen dem Anbau von Wildpflanzen und Silomais kaum Unterschiede. Allerdings liegt der Methanertrag des Wildpflanzensubstrats 30 Prozent unter dem von Mais. Daher gewährt das Projekt den beteiligten Landwirten einen jährlichen Ausgleich von 250 Euro pro Hektar.

Weitere Infos finden Sie auf der Website der Deutschen Wildtier Stiftung.