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Pflanze

Umstellung auf ├Âkologischen Landbau

Umstellung auf ├Âkologischen Landbau

Sollen Produkte mit dem Hinweis auf ├Âkologische Erzeugung gekennzeichnet werden, muss der Betrieb die EU-Rechtsvorschriften f├╝r den ├Âkologischen Landbau einhalten und sich entsprechend kontrollieren und zertifizieren lassen.

Im Hinblick auf den Pflanzenbau definieren die EU-Rechtsvorschriften zum Beispiel Anforderungen im Hinblick auf die eingesetzten D├╝nge- und Pflanzenschutzmittel oder den Zukauf von Saat- und Pflanzgut.

├ľkologischer Pflanzenbau

Kontrolle von ├ľkobetrieben

Wer kontrolliert Biobetriebe?

Die Kontrolle der Betriebe erfolgt durch eine anerkannte ├ľko-Kontrollstelle. Diese kann der Betriebsleiter oder die Betriebsleiterin frei w├Ąhlen. Die Kontrollstellen haben unterschiedliche Leistungsangebote und Kostens├Ątze. Die Kosten f├╝r die Kontrolle unterscheiden sich je nach Betriebsgr├Â├če und Komplexit├Ąt.

Kontaktdaten f├╝r ├ľko-Kontrollstellen

Wie wird kontrolliert?

Jeder Biobetrieb wird einmal j├Ąhrlich kontrolliert. Zus├Ątzlich zu dieser angemeldeten Hauptkontrolle erfolgen bei mindestens zehn Prozent der Betriebe Stichprobenkontrollen.

Die Kontrolle umfasst:

  • die Besichtigung s├Ąmtlicher Betriebsgeb├Ąude,
  • eine Begutachtung der Fl├Ąchen und Kulturen,
  • die ├ťberpr├╝fung des Betriebsmittelzukaufs,
  • eine Plausibilit├Ątspr├╝fung der verkauften Mengen,
  • die ├ťberpr├╝fung der Deklaration,
  • gegebenenfalls eine ├ťberpr├╝fung der Trennung zwischen ├Âkologischer und konventioneller Produktion,
  • die ├ťberpr├╝fung der Vorgaben aus dem Umstellungsplan und der bei der letzten Inspektion erteilten Auflagen,
  • die ├ťberpr├╝fung der Haltungssysteme bzw. Haltungsbedingungen der Tiere sowie der F├╝tterung, 
  • die ├ťberpr├╝fung der Rezepturen, des Rohwareneinkaufs und des Warenflusses in der Verarbeitung,
  • die Einhaltung der Verbandsrichtlinien bei Verbandsbetrieben.

Die Kontrolleurin oder der Kontrolleur h├Ąlt die Ergebnisse der Inspektion in einem Pr├╝fbericht fest. Der Betrieb erh├Ąlt eine Kopie dieses Berichtes und nach der Bearbeitung durch die Kontrollstelle die Auswertung mit Erl├Ąuterungen oder gegebenenfalls Auflagen sowie das Zertifikat (Konformit├Ątsbescheid).

Umstellungszeiten

Bevor pflanzliche Erzeugnisse als ├Âkologisch gekennzeichnet werden d├╝rfen, m├╝ssen die Anbaufl├Ąchen des Betriebs eine Phase der Umstellung durchlaufen, in der bereits die Regeln des ├ľkolandbaus eingehalten werden. Wie lange diese dauert, h├Ąngt von der Art der Kultur ab. Sie betr├Ągt

  • zwei Jahre bei ein- oder ├╝berj├Ąhrigen Kulturen (Getreide, Hackfr├╝chte, Feld- und Feingem├╝se) sowie bei Gr├╝nland und
  • drei Jahre bei Dauerkulturen au├čer Gr├╝nland (Obst, Wein, Hopfen, Spargel).

Die Umstellung beginnt mit dem Datum, ab dem der landwirtschaftliche oder g├Ąrtnerische Betrieb sich bei einer ├ľkokontrollstelle anmeldet. Das Datum der Anmeldung ist entscheidend daf├╝r, ab wann Erzeugnisse einer Fl├Ąche als ├ľkoware in den Verkauf gehen k├Ânnen.

Bei landwirtschaftlichen Fr├╝chten mit einer Ernte pro Jahr wie zum Beispiel Getreide, Kartoffeln, Wein, Obst etc. ist es in der Regel die dritte Ernte nach Umstellungsbeginn, die erstmalig als ├ľkoprodukt vermarktet werden kann. Bereits zw├Âlf Monate nach Umstellungsbeginn d├╝rfen landwirtschaftliche Erzeugnisse mit dem Hinweis "Erzeugnis aus der Umstellung auf den ├Âkologischen Landbau" gekennzeichnet werden.

Die erste und zweite Getreide- und K├Ârnerleguminosenernte k├Ânnen als so genanntes "Umstellungsfutter" an andere Betriebe oder Futtermittelhersteller verkauft werden.

Mitgliedschaft in einem Anbauverband

Der Anschluss an einen Anbauverband ist nicht erforderlich, um ├ľkoprodukte zu erzeugen oder zu vermarkten. Die Mitgliedschaft in einem Anbauverband bietet jedoch Vorteile, wie zum Beispiel die Erschlie├čung von Vermarktungswegen, der Informationsaustausch mit Kolleginnen und Kollegen und die Interessensvertretung durch den Verband.

├ľko-Anbauverb├Ąnde

Umstellungsberatung

Mit der Umstellung auf die ├Âkologische Wirtschaftsweise ist ein hoher Beratungsbedarf verbunden. Das Bundesprogramm ├ľkologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft (B├ľLN) f├Ârdert landwirtschaftliche Unternehmen vor und w├Ąhrend der Umstellungsphase. Beide Beratungsformen k├Ânnen jeweils einmalig mit 50 Prozent der Beratungskosten bis maximal 4.000 Euro gef├Ârdert werden.

F├Ârderung der Umstellungsberatung