Weidetierhaltung ist nicht nur artgerecht, sondern wirkt aktiv im Klimaschutz und Naturschutz. Mit dieser Kernaussage wendet sich das neu gegründete Bündnis zum Internationalen Jahr der Weidelandschaften und des Hirtentums 2026 (IYRP) an die Politik.
Konkret will es erreichen, dass
- die Naturschutzleistung von nachhaltiger Weidehaltung anerkannt wird – als zentrale Maßnahme für den Naturschutz und die Renaturierung im deutschen Wiederherstellungsplan
- nachhaltige Weidehaltung dauerhaft gefördert wird, etwa mit dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz, mit einem bundesweiten Förderangebot in der GAP und durch spezifische Weideprogramme der einzelnen Bundesländer
- langfristige Planungssicherheit für Weidetierhaltende sowie Hirtinnen und Hirten geschaffen wird, damit die nachhaltige Pflege und der Erhalt der Weidelandschaften gewährleistet sind
Diese Forderungen legte das Bündnis einem Vertreter des Umweltministeriums vor.
Das Bündnis arbeitet auf das IYRP 2026 hin: das Internationale Jahr der Weidelandschaften und des Hirtentums (International Year of Rangelands and Pastoralists). Das von den Vereinten Nationen ausgerufene IYRP soll die herausragende ökologische und kulturelle Bedeutung der Weidehaltung stärker in den öffentlichen Fokus rücken. Gleichzeitig sollen konkrete politische Maßnahmen für nachhaltige Beweidung und Hirtentum ins Rollen kommen. Ein zentrales Anliegen des Bündnisses: dass nachhaltige Beweidung in nationalen Umwelt- und Agrarprogrammen eine größere Rolle spielt.