Weidelandschaften sind die artenreichsten und vielfältigsten Landschaften Deutschlands. Durch die extensive Beweidung mit Schafen und Ziegen sind wertvolle Biotope entstanden. Schäfereien finanzieren sich heute vor allem über die Pflege derartiger Flächen. Obwohl die Schafhaltung oft nicht mehr wirtschaftlich ist, hat sie in vielen Regionen Tradition.
Nur etwa ein Drittel ihres Einkommens erzielen Schäfereien in Deutschland durch den Verkauf von Schaf- oder Lammfleisch. Zwei Drittel stammen aus der Landschaftspflege, insbesondere von naturschutzrelevanten Flächen.
Die Herausforderungen, die sich dabei durch den zurückgekehrten großen Beutegreifer Wolf ergeben, sind in dieser „LandInForm“-Ausgabe immer wieder Thema:
- Der Herdenschutz für Schafe und Ziegen verursacht hohen finanziellen und zeitlichen Aufwand.
- Die Tierhaltenden leiden unter der psychischen Belastung durch jederzeit mögliche Wolfsübergriffe.
- Der Erhalt seltener Rassen (dargestellt am Beispiel der „Weißen Gehörnten Heidschnucke“) wird noch weiter erschwert.
Zudem kommt in der Ausgabe von „LandInForm“ ein Schäfer zu Wort, der jahrelang mithilfe von Herdenschutzhunden inmitten von elf Wolfsrudeln gewirtschaftet hat. Auch er betont Aufwand und Kosten von Herdenschutzmaßnahmen.
Diese und weitere Themen finden Interessierte in der aktuellen Ausgabe der DVS-Zeitschrift unter www.land-inform.de.
Hintergrund
Die „Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume – für die Gemeinsame Agrarpolitik der EU“ (DVS) ist in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) angesiedelt. Ihre Aufgaben sind Wissenstransfer und Unterstützung: Die DVS vernetzt Menschen, die auf dem Land leben, arbeiten oder sich für die ländliche Entwicklung einsetzen. In ihren Medien informiert die DVS über Neuigkeiten und Wissenswertes, bei Veranstaltungen vertieft sie einzelne Themen. Finanziert wird die DVS aus Mitteln der Europäischen Union.