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Betrieb

EEG 2017 – Vergütung nur noch über Ausschreibung

Seit dem 1. Januar 2017 gilt das geänderte Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG). Die Vergütung des erneuerbaren Stroms wird dann über Ausschreibungen geregelt. Dies gilt auch für Biogasanlagen.

Fermenter einer Biogasanlage neben einem Stall

Quelle: BLE

Die Ausschreibungen gelten nicht nur für neue Biogasanlagen. Unter bestimmten Voraussetzungen können sich auch Betreiber bestehender Anlagen für eine zehn Jahre dauernde Anschlussförderung bewerben. Gemäß dem neuen EEG ist in den Jahren 2017 bis 2019 ein Ausschreibungsvolumen von je 150 Megawatt (MW) vorgesehen und von 2020 bis 2022 eine Zubau-Menge von 200 MW. Gülle-Kleinanlagen bis 75 KW sind vom Ausschreibungsverfahren ausgenommen.

Auch Bestandsanlagen dabei

Die jetzt festgelegte Ausschreibungsmenge von insgesamt 1.050 MW für die nächsten sechs Jahre bezieht sich sowohl auf Neubauten als auch auf die Anschlussförderung von bestehenden Anlagen. Die Teilnahme an den Ausschreibungen ist aber laut Gesetz an einige Voraussetzungen geknüpft. So dürfen nur Neuanlagen ab einer elektrischen Lesitung von 150 KW teilnehmen. Für Bestandsanlagen gilt diese Begrenzung nicht. Es dürfen auch nur Anlagen teilnehmen, deren EEG-Restlaufzeit höchstens acht Jahre betragen. Erhält eine Anlage von der Bundesnetzagentur den Zuschlag, muss sie innerhalb von drei Jahren in den neuen Vergütungsanspruch wechseln. Geboten wird auf den anzulegenden Wert beziehungsweise die Vergütung in Cent pro Kilowattstunde gemäß EEG.

Neuer "Maisdeckel"

Pro Anlage darf nur bis zu 50 Prozent Getreide und Mais eingesetzt werden. Dieser neue "Maisdeckel" sinkt dann bis 2021 in zwei Stufen bis auf 44 Prozent. Im EEG 2014 betrug der mögliche Anteil noch 60 Prozent.

Ausnahmen

Es gibt aber auch Ausnahmen vom Ausschreibungsverfahren. So sollen bestimmte Anlagen weiterhin eine Festvergütung nach der bisherigen EEG-Systematik bekommen. So werden im neuen Gesetz die Sondervergütungsklassen für die Vergärung von Bioabfällen mit anschließender Kompostierung sowie für Gülle-Kleinanlagen bis 75 KW aus dem EEG 2014 übernommen.

Autor: Michael Bornemann, Hildesheim